USA Ostküste 2011 – Philadelphia, Washington
10.05.2011 – Die Tage in New York sind vorbei und mit einem weinenden Auge, aber auch mit der Vorfreude auf das, was nun noch auf uns zukommen wird, machten wir uns am Morgen auf den Weg zur Vermietstation um den Wagen abzuholen, mit dem wir unsere Reise fortsetzen werden. Bereits am Vortag hatten wir über das Hotel einen Shuttle bestellt, der auch pünktlich um 9:00 Uhr auf uns wartete.

Um auf dem Weg nach Philly und weiter nach Washington DC nicht durch den New Yorker Berufsverkehr zu müssen, wurde uns der Mietwagen am Flughafen Newark bereitgestellt.
Der Wagen war vorgebucht, die Übernahme klappte bestens und war total unkompliziert. Den bestellten Midsize-Wagen (Toyota Corolla) wandelten wir für 16 Dollar Aufpreis pro Tag in einen Luxus-Schlitten (Lincoln MKS) um. Mit viel Platz und 273 PS ging es dann zuerst nach Philadelphia.
Die rund 145 Km waren schnell zurückgelegt. In Philadelphia war keine Übernachtung geplant und somit legten wir auch nur einen kurzen, einstündigen Stopp ein (mehr hatten wir nicht in die Parkuhr gesteckt). Dies reichte um sich zusammen mit ein paar Schulklassen den historischen Stadtkern, samt Liberty Bell anzuschauen, ein paar Postkarten zu kaufen und einen Kaffee zu trinken.
Am späten Nachmittag trafen wir dann nach ca. 220 weiteren Kilometern in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten ein. Das Hotel war bei weitem nicht so schön wie das in New York und konnte das auch nicht mit einer zentrumsnahen Lage wettmachen. Circa 6,5 Km waren es bis in die Stadtmitte.
Da wir hungrig waren, fuhren wir erst mal in ein griechisches Restaurant, das wir bei der Hinfahrt in der Nähe entdeckt hatten und deckten uns danach in einem Supermarkt noch mit Getränken und Snacks ein.
Da der Tag aber noch nicht zuende war, fuhren wir als es dämmerte noch ins Zentrum um das Weiße Haus bei Nacht zu sehen. In Washington hatten wir zwei Übernachtungen gebucht, was uns noch viel Zeit lies, diese Stadt zu entdecken.
11.05.2011 – Washington ist eine der, wenn nicht die geschichtsträchtigste Stadt der Vereinigten Staaten und man denkt dabei natürlich unweigerlich an das Weiße Haus und das Capitol. Zu sehen gibt es aber so einiges mehr.
Unser Hotel lag für einen Fußmarsch in die City, wie bereits erwähnt, zu weit außerhalb, besonders dann, wenn man in der Stadt selbst noch mal alles zu Fuß erkunden will. Die Anbindung mit der U-Bahn war aber ideal und so lösten wir eine Tageskarte (ab 9:30 Uhr für je 9 $) und fuhren sehr bequem ins Zentrum. Die U-Bahnstationen in Washington sehen übrigens alle sehr futuristisch aus und in den Zügen steht man auf Teppichboden. Sehr abenteuerlich hingegen die Fahrkartenautomaten.
Unser erstes Ziel war natürlich wieder das Weiße Haus, welches wir einmal umrundeten. Wir waren natürlich nicht alleine, sondern es wimmelte nur so von Touristen und Schulklassen. Man kann es auch von Innen besichtigen, muss sich dafür aber mind. 6 Monate vorher anmelden. Wahrscheinlich wird man in dieser Zeit erst einmal von allen amerikanischen Sicherheitsbehörden überprüft, ob man irgendwas auf dem Kerbholz hat.
Das Weiße Haus liegt fast im Zentrum Washingtons, am Rande eines riesigen, parkähnlichem Areals. Gegenüber befindet sich in ca. 2 Km Entfernung das Jefferson Memorial, dazwischen, leicht versetzt das bekannte Washington Monument. Auf der anderen Achse liegen im Südwesten, mit der weltberühmten sitzenden Statue von Abraham Lincoln, das Lincoln Memorial. Davor erstreckt sich normalerweise der Reflecting Pool, durch den schon Forrest Gump gelaufen ist, der aber zur Zeit komplett erneuert wird und bei unserem Besuch eine einzige, riesige Baustelle war. Schade, wir hatten uns gerade darauf sehr gefreut. Am Ende des Pools, oder dessen, was er einmal wieder werden soll, befindet sich das relativ neue, National World War II Memorial. Genau gegenüber, in etlichen Kilometern Entfernung erblickt man das Capitol.
In der ganzen Stadt ist die Polizei-Präsenz enorm und einige von ihnen sind auch sehr unentspannt, wie wir selbst erfahren durften. Hier gibt es wohl nichts, was nicht überwacht wird. Nachdem wir das Capitol erreicht hatten, merkten wir erst wie riesig es ist. Viel Größer als der Reichstag schätze ich mal, weshalb wir auf eine Umrundung auch verzichteten. Stattdessen suchten wir eine U-Bahn Station auf und fuhren zum Pentagon.
Jetzt wo ich den Satz geschrieben habe, klingt er ziemlich unwirklich: “wir fuhren mit der U-Bahn zum Pentagon”. Aber es ist tatsächlich so, denn die vielen Mitarbeiter müssen da ja auch irgendwie dort hinkommen. Die Fahrt hätten wir uns aber auch sparen können. Dort herrscht absolutes Fotografierverbot, aber das, was man hätte fotografieren können, ist auch nicht wirklich spannend. Auf eine Tour durchs Pentagon hatten wir keine Lust, stattdessen nahmen wir lieber die nächste U-Bahn zurück in die City, sahen das FBI Hauptquartier und besuchten einen gut klimatisierten Starbucks.
Am Abend fuhren wir noch einmal zum Essen in die Stadt. Weil das Wetter so schön war gingen wir die lange Strecke zum Hotel zu Fuß zurück.




























































































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