Archiv nach Kategorie: USA 2011

USA Ostküste 2011 – Cocoa Beach und Cape Caneveral (Florida)

20 Nov 2011
20. November 2011

18.05.2011 – Cocoa Beach ist ein für die USA typischer Badeort und ein Mekka für Surffans. Hier reiht sich ein Hotel und ein Surfshop neben den Anderen. Der Berühmteste und Größte ist “Ron Jon”, dem man unbedingt einen Besuch abstatten sollte, auch wenn man nicht surft. Wann ist egal, denn der Store hat 24h geöffnet.

Auch uns führte der Weg als erstes zu Ron Jon, denn wir suchten schon seit längerem einen Laden wo man eine bestimmte Actioncamera von GoPro kaufen kann. Durch unsere Recherche im Internet und ein paar Mails an die Zentrale von Ron Jon wussten wir, dass wir hier fündig werden würden. So war es dann auch.

Danach gingen wir ins Hotel wo wir auf unserer Schlüsselkarte lasen, dass wir als Hotelgast bei Ron Jon 15% Rabatt bekommen hätten. Wir also schnell noch mal hin und an der Kasse so getan, als hätten wir vorhin beim Kauf vergessen die Karte zu zeigen. Kein Problem im Serviceland Amerika: Der Rabatt, immerhin fast 60 Dollar, wurde uns auch nachträglich gewährt. In Deutschland wäre das wohl undenkbar gewesen. Hier regelte man das unkompliziert und mit einem Lächeln.

Nun aber mal zum Ort an sich. Für Urlauber die einen Strandurlaub machen, surfen oder angeln wollen, ist Cocoa Beach mit seinen kilometerlangen Sandstränden ideal. Etwas unangenehm waren bei unserem Aufenthalt riesige Schwärme von sich in der Luft paarenden Fliegen (Lovebugs, siehe Bild oben), die gleich im Doppelpack auf uns zukamen und vor denen man sich auch nicht wirklich in Sicherheit bringen konnte. Sie waren einfach überall. Man sagte uns das sie jedes Jahr um diese Zeit kommen, aber so viele wie in diesem Jahr waren es noch nie.

Die Stadt selber bietet nicht viel Spannendes, kann aber gut als Ausgangspunkt für einen Ausflug ins Kennedy Space Center in Cape Caneveral und das angeschlossene National Seashore/Meritt Island National Wildlife Refuge (heißt wirklich so) genutzt werden. Wir haben morgen beides vor.

Ausflug nach Cape Caneveral

19.05.2011 – Wir brachen früh auf um das nahegelegene Kennedy Space Center zu besuchen. Das Besucher-Zentrum bietet einem mehrere Touren über das Gelände an (ab 43 Dollar). Wir wählten die Tour, auf der wir am dichtesten an die Nasagebäude, Space Shuttle Rampe und die Landebahn kamen. Diese Tour (Discover KSC) dauert ca. 2 h und man kann zwischendurch zum Fotografieren aussteigen. Tatsächlich fuhr uns der Bus sehr, sehr nah an alles ran, was man sonst nur aus dem Fernsehen und selbst dann auch nur vom Weiten sehen kann.

Sehr cool war auch, das wir direkt an einem Crawler vorbeifuhren, der gerade eine Leerfahrt zur Shuttle Rampe machte. Der Crawler ist das Gefährt, das normalerweise das Shuttle Hochkant zur Startrampe fährt.





Das Areal des Space Centers ist riesig und nur ein geringer Teil davon wird von der Nasa für Raumfahrtzwecke genutzt. Der Rest ist Naturschutzgebiet (Meritt Island National Wildlife Refuge). Hier leben tatsächlich viele Wildtiere, von denen wir auch einige sahen, wie z.B. Adler, Krokodil, Fischreiher und Schildkröte.

Während der Fahrt sahen wir auf einem Stück der Straße noch die Spuren des vorletzten Shuttelstarts vor drei Tagen. Der enorme Feuerstrahl der Triebwerke hatte sie dort hinterlassen.

Nach der Tour wurden wir auf dem Gelände in einem Gebäude abgesetzt, wo uns eine Simulation aus dem damaligen Mission-Control Zentrum der ersten Saturn Mond Mission gezeigt wurde. Sehr beeindruckend.

Von dort aus wurden wir mit dem Bus wieder zum Besucher-Zentrum gefahren in dem es noch diverse Ausstellungen IMAX-Kinos und einen Space-Shuttle Launch Simulator gibt. Dort konnte man hautnah miterleben wie sich in etwa der Start des Raumtransporters anfühlt, inkl. Schwerelosigkeit.

Der Besuch dauerte länger als erwartet und Gunnar plagten heftige Kopfschmerzen, weshalb wir erstmal wieder zurück zum Hotel fuhren und erstmal eine Pause auf dem Zimmer einlegten.

USA Ostküste 2011 – Ausflug nach Daytona (Florida)

08 Okt 2011
8. Oktober 2011

17.05.2011 – Von St. Augustine aus haben wir heute, wie bereits angekündigt, einen Ausflug nach Daytona gemacht. Daytona ist für viele Dinge bekannt wie z.B den bekannten Daytona Beach, der seine Berühmtheit durch seine ausgelassenen Feiern zum Springbreak erlangte, bei dem jedes Jahr im Februar tausende von Jugendlichen die Straßen und den Autostrand bevölkern und hemmungslos Party machen.
Motorsportfans ist Daytona aber eher wegen des Daytona International Speedways bekannt, wo regelmäßig die Rennen der NASCAR-Serie stattfinden.

Wir machten uns auf, um uns beides anzuschauen. Zuerst ging es zum Speedway, den man dann, wenn keine Rennen stattfinden, in geführten Touren besichtigen kann. Es gibt unterschiedliche Touren zu buchen, wir haben uns aber für die längste “All Access Tour” entschieden, auf der man teils im Trolley, teils zu Fuß das weitläufige Gelände, diverse Gebäude und Einrichtungen des Circuit zu sehen bekommt. Highlight der Tour war für mich der Besuch der Reportertribüne, hoch über den Zuschauerrängen, von wo aus man einen beeindruckenden Überblick über die gesamte Rennstrecke erhält. Die Tour kostet 22 Dollar pro Person, eine Investition die sich auf jeden Fall gelohnt hat.




Vom Speedway ging es an den Strand. Man kann Daytona Beach natürlich auch zu Fuß besuchen, muss es aber nicht, denn für 5 Dollar erhält man ein Tagesticket und darf sein geliebtes Auto mitnehmen. Selbstverständlich ist auch am Beach alles geregelt. So darf man nur in einer bestimmten Spur mit max. 10 mp/h fahren und seinen Wagen nur in einer festgelegten Reihe parken. Will man nicht im Wagen sitzen, aber dennoch in seiner Nähe bleiben, muss man sich davor oder dahinter legen, auf keinen Fall daneben, denn man könnte von einem anderen Besucher beim Einparken überrollt werden.

Da wir keine “AmStrandRumlieger” sind, beschränkten wir uns auf einen Spaziergang zu Fuß, nachdem wir unseren Wagen ordnungsgemäß abgestellt hatten.




Ohne Wohnmobil, wie auf unseren anderen Reisen dieser Art, hat man Abends immer das Problem, wohin zum essen gehen? Heute ging es ins “Outback”, einer Steakhauskette, die wir ausdrücklich empfehlen können (zumindest das in St. Augustine Beach). Leckeres Essen (Steak, Geflügel und Fisch), sehr nette, zuvorkommende Bedienung und eine angenehme, gemütliche Atmosphäre.

Nach dem Abendessen sorgten wir im nahegelegenen Publix Supermarkt noch für unser Frühstück am nächsten morgen vor.

USA Ostküste 2011 – St. Augustine (Florida)

08 Okt 2011
8. Oktober 2011

16.05.2011 – Über Jacksonville ging es heute in den letzten Bundesstaat unserer Reise, nach Florida. Ziel war die älteste Stadt der USA, St. Augustine. Hier waren für uns zwei Übernachtungen in einem ehemaligen Holliday Inn eingeplant. Dieses Hotel hatte seine besten Jahre wahrscheinlich in den 1970/1980er Jahren und viel hat sich seit dem wohl auch nicht mehr in dem Haus getan. Ein wirklich krasser Unterschied zu dem sehr schmucken Hotel in Savannah.



Das Hotel lag in den dem historischen Stadtkern vorgelagerten Badeort St. Augustine Beach. St. Augustine selbst ist sehr touristisch angehaucht und in den alten Häusern in der Fußgängerzone St. George Street gibt es neben Kunsthandwerklichem auch viel Nippes und Kitsch zu kaufen. Jedes Haus und jeder Laden schien angeblich the oldest everything zu sein und wenn das nicht reichte, dann sogar the most oldest of all. Etwas lustlos schauten wir uns das Ganze an, tranken einen Eiskaffee der nicht wirklich schmeckte und besuchten dann lieber das alte Fort Castillo de San Marco und danach den Teil der Stadt der nicht so im Fokus der Touristenströme lag. Danach ging es zurück zum Hotelstrand.


Da unser Hotel nicht wirklich einladend war und wir uns das touristische Treiben im Badeort nicht geben wollten, verzogen wir uns am Abend in einen abgelegenen, ebenfalls schon etwas in die Jahre gekommenen Pizza Hut.

Der nächste Tag versprach allerdings spannender zu werden, denn da war ein Ausflug nach Daytona, zur weltberühmten Rennstrecke und zum Daytona-Beach geplant.

USA Ostküste 2011 – Savannah (Georgia)

01 Sep 2011
1. September 2011

15.05.2011 – Weiter geht unsere Reise nach Savannah im Bundesstaat Georgia. Die kurze Strecke von Charleston legt man in etwas über 2 Stunden zurück weshalb wir auch schon um 12:00 Uhr dort ankamen.

Savannah liegt ca. 25 Km von der Atlantikküste entfernt am Savannah River. Der Hafen war früher ein wichtiger Umschlagplatz für Baumwolle. Ziel der meisten Touristen ist die Altstadt mit ihren liebevoll restaurierten Häusern und begrünten Plätzen von denen es in der Stadt jede Menge gibt. Diese Grünflächen sind zum Wohle der Bevölkerung eingerichtet worden und verfügen meist über einige Bänke und in der Mitte entweder über einen Springbrunnen oder ein Denkmal.



Wir hatten das Glück, das unser Hotel direkt im historischen Kern und am Hafen lag, so das wirklich alles gut per Pedes zu erreichen war. Wegen der frühen Ankunft war unser Zimmer im schicken Hotel Staybridge Suites noch nicht fertig. Das war aber nicht schlimm. Wir bekamen schon mal unseren Parkplatz und konnten so in Ruhe die Stadt besichtigen.
Die Ähnlichkeit mit Charleston ist natürlich da, aber hier sind die Bäume mit den Puscheln viel häufiger zu sehen. Es handelt sich dabei meistens um die Virginia-Eiche und die langen, grau-grünen Schleier, die von ihren meterlangen Ästen hängen, sind eine Epiphyten-Art die auch “Spanisches Moos” genannt wird. Besonders in der Dämmerung macht der Baumbehang eine schaurig schöne Atmosphäre.




Am späten Nachmittag tranken wir, nachdem wir im Hotel kostenlos unsere dreckige Wäsche der letzten Tage waschen konnten, unseren letzten Happy Hour Frappucino und gingen abends noch ganz urig in Bernies Oyster House, einer typischen Hafenkneipe einen leckeren Burger essen.

Nach einer kurzen Pause im Hotel machten wir uns in der Abenddämmerung noch mal auf in den Forsyth Park um ein paar Stimmungsbilder zu schießen.

USA Ostküste 2011 – Charleston (South Carolina)

27 Jul 2011
27. Juli 2011

13.05.2011 – Fährt man von Raleigh nach Charleston (aber auch schon etwas früher) sticht einem eines ganz besonders ins Auge: Hier gibt es viele Kirchen, sehr viele Kirchen. In manchen Dörfern steht tatsächlich eine neben der anderen.

Und eines noch: Sieht man von der Breite der Straßen und der darauf fahrenden Autos ab, kommt man sich von der Landschaft her manchmal ein wenig vor wie in Deutschland. Links und rechts dichter Wald, als wäre man im Harz oder im Schwarzwald. Die Küstenstraße führt außer im sehr touristischen Badeort Marple Beach, leider nicht am Wasser entlang, sondern ein wenig abseits davon. Nachdem wir durch Marple Beach durch sind geht es in das sehr schön anzusehende Charleston.

Die 1670 vom vom englischen König Karl II gegründete und nach ihm benannte Stadt (Charles Town) ist ein Juwel der Südstaaten, denn in ihr sind viele Gebäude des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben und teilweise sehr schön herausgeputzt. Ihren heutigen Namen Charleston erhielt sie 1783 nach dem Unabhängigkeitskrieg. Nach ihr wurde übrigens der Tanz Charleston benannt.




Für all das hatten wir aber am ersten Tag zunächst kein Auge, denn wir waren ziemlich hungrig und wenn man sich in den Kopf gesetzt hat Pizza zu essen, wird man etwas genervt, wenn man keine Pizzeria findet. So setzten wir uns ins Auto und fuhren stattdessen zum Restaurant mit dem goldenen M. Dieses befand sich an einer Straße mit vielen Autohändlern. Um die Stimmung etwas aufzulockern hielten wir nach dem Essen bei einem Chevrolet-Händler an, um uns den neuen Camaro anzuschauen. Es war mittlerweile 20:30 Uhr und so dachten wir, uns in Ruhe umschauen zu können. Aber Pustekuchen, der Händler hatte noch geöffnet und noch ehe wir aus unserem Wagen ausgestiegen waren, hatten wir einen tüchtigen Verkäufer an der Backe. Obwohl ich ihm erklärte, dass wir aus Deutschland kämen und nur mal schauen wollten, fing er gleich an uns über die Unterschiede der verschieden Modelle aufzuklären und wollte uns gleich die Schlüssel unseres bevorzugten Modells holen. Sicherlich hätten wir auch eine Probefahrt machen können, wir schickten den Verkäufer aber erstmal zu seinen Kollegen und fuhren kurz danach auch wieder zurück ins Hotel.

14.05.2011 – Mit einem guten Frühstück im Magen, das es im Holiday Inn sogar zu einem sehr annehmbaren Preis gab, erkundet sich jede Stadt am besten und so machten wir uns danach auch noch mal auf in die City von Charleston, um uns alles in Ruhe anzusehen.
Da die Stadt sehr überschaubar ist, parkten wir etwas außerhalb und machten uns dann zu Fuß auf nach Down Town.





In der Stadt gibt es sehr viel zu sehen und auch zu shoppen. Die alten, oftmals sehr gut erhaltenen Häuser im typischen Südstaatenstil schaffen eine angenehme Atmosphäre und laden zum fotografieren ein, aber auch derjenige, der einfach nur gerne durch schöne , teilweise sehr edle Läden schlendert, wird nicht enttäuscht.

Ein typisches Mitbringsel aus dieser Gegend sind die handgearbeiteten, oft sehr schönen Korbflächtereien, die es hier über all an der Straße und in den Markthallen der Market-Street zu kaufen gibt, wo sie auch zum Teil direkt vor den Augen der Touristen gefertigt werden.



Ein kleines Juwel, an dem wir fast vorbei gelaufen wären, ist der verwilderte Friedhof der Unitarian Church mit seinen sehr alten Gräbern auf dem tropische Pflanzen wachsen. Den Eingang in der Kingstreet (nahe Queensstreet) übersieht man fast. Nur ein kleines Schild an dem schmalen Gang weist darauf hin.

USA Ostküste 2011 – Raleigh (North Carolina)

14 Jul 2011
14. Juli 2011

12.05.2011 – Wir hatten eine lange Strecke vor uns. Es ging gut 420 Km weiter nach Raleigh (ausgesprochen Rɔːlɪ), der Hauptstadt von North Carolina.

Die Stadt war irgendwie merkwürdig. Es gab dort sehr viele Hotels und noch mehr Parkhäuser. Die Ampeln machten Vogelgeräusche und um 17:00 Uhr wirkte alles wie ausgestorben auf uns. Vielleicht waren wir aber aus New York und Washington einfach nur mehr Trubel gewöhnt. Es war Mittwoch Nachmittag aber nur wenige Menschen und nur ein paar Autos waren unterwegs. Ein paar Fähnchen an den Straßenlaternen war zu entnehmen, das am kommenden Samstag das OutRaleigh Festival stattfindet. Das hätten wir hier gar nicht erwartet.


Viel anzuschauen gab es nicht und so entschieden wir, in den historischen Stadtkern zu gehen, um dort in einem mexikanischem Restaurant zu essen. Das war auch gut so, denn als wir drinnen auf unser Essen warteten, gab es draußen einen kräftigen Schauer. Das Essen war gut, nur unsere Softdrinks waren extrem gechlort und kaum trinkbar.

Der Grund ist Folgender: Wie bei uns werden auch in den USA Softdrinks wie Cola, Fanta, Sprite etc. in Restaurants aus Leitungs-Wasser und Sirup gemischt. Das Wasser in den USA ist extrem stark gechlort und das schmeckt man. Selbst bei stark aromatischen Getränken wie Cola ist es sehr deutlich, aber Sprite ist für europäische Gaumen fast nicht mehr genießbar. Die Chlorintensität variiert von Stadt zu Stadt. Als Alternative empfehlen wir Limonade (also echte Limonade die aus Zitronen hergestellt wird). Diese kommt zwar auch aus einem Automat ist aber auch ohne Wasserzusatz trinkbar. Der Bedienung aber unbedingt sagen, dass sie kein Wasser und kein Eis hinzutun soll. Dann ist einem zwar ein Stirnrunzeln sicher, man bekommt dafür aber einen angenehm schmeckenden Durstlöscher. Bei Getränken aus Dosen oder Flaschen hat man das Chlorproblem nicht (es sei denn, man tut Eis hinzu).


Zurück aber in unser kleines mexikanisches Restaurant in Raleigh. Nachdem wir alles verputzt hatten, wollten wir uns noch auf die Suche nach einem Supermarkt machen um unseren Getränke- und Chips-Vorrat aufzufüllen. Über unser Navi suchten wir danach und landeten in der Crabtree Valley Mall. Hier gab es zwar keinen Supermarkt, dafür aber neben anderen Geschäften einen Best Buy Elektromarkt in dem wir erstmal nach einer GoPro Action Kamera suchten, die in den USA wesentlich günstiger sind als in Deutschland. Außerdem war bei Abercrombie & Fitch und bei Hollister gerade Ausverkauf, wo wir natürlich nicht nein sagen konnten.

© Copyright - styve.de - Impressum - Datenschutz