USA Ostküste 2011 – Cocoa Beach und Cape Caneveral (Florida)
18.05.2011 – Cocoa Beach ist ein für die USA typischer Badeort und ein Mekka für Surffans. Hier reiht sich ein Hotel und ein Surfshop neben den Anderen. Der Berühmteste und Größte ist “Ron Jon”, dem man unbedingt einen Besuch abstatten sollte, auch wenn man nicht surft. Wann ist egal, denn der Store hat 24h geöffnet.

Auch uns führte der Weg als erstes zu Ron Jon, denn wir suchten schon seit längerem einen Laden wo man eine bestimmte Actioncamera von GoPro kaufen kann. Durch unsere Recherche im Internet und ein paar Mails an die Zentrale von Ron Jon wussten wir, dass wir hier fündig werden würden. So war es dann auch.
Danach gingen wir ins Hotel wo wir auf unserer Schlüsselkarte lasen, dass wir als Hotelgast bei Ron Jon 15% Rabatt bekommen hätten. Wir also schnell noch mal hin und an der Kasse so getan, als hätten wir vorhin beim Kauf vergessen die Karte zu zeigen. Kein Problem im Serviceland Amerika: Der Rabatt, immerhin fast 60 Dollar, wurde uns auch nachträglich gewährt. In Deutschland wäre das wohl undenkbar gewesen. Hier regelte man das unkompliziert und mit einem Lächeln.
Nun aber mal zum Ort an sich. Für Urlauber die einen Strandurlaub machen, surfen oder angeln wollen, ist Cocoa Beach mit seinen kilometerlangen Sandstränden ideal. Etwas unangenehm waren bei unserem Aufenthalt riesige Schwärme von sich in der Luft paarenden Fliegen (Lovebugs, siehe Bild oben), die gleich im Doppelpack auf uns zukamen und vor denen man sich auch nicht wirklich in Sicherheit bringen konnte. Sie waren einfach überall. Man sagte uns das sie jedes Jahr um diese Zeit kommen, aber so viele wie in diesem Jahr waren es noch nie.
Die Stadt selber bietet nicht viel Spannendes, kann aber gut als Ausgangspunkt für einen Ausflug ins Kennedy Space Center in Cape Caneveral und das angeschlossene National Seashore/Meritt Island National Wildlife Refuge (heißt wirklich so) genutzt werden. Wir haben morgen beides vor.
Ausflug nach Cape Caneveral
19.05.2011 – Wir brachen früh auf um das nahegelegene Kennedy Space Center zu besuchen. Das Besucher-Zentrum bietet einem mehrere Touren über das Gelände an (ab 43 Dollar). Wir wählten die Tour, auf der wir am dichtesten an die Nasagebäude, Space Shuttle Rampe und die Landebahn kamen. Diese Tour (Discover KSC) dauert ca. 2 h und man kann zwischendurch zum Fotografieren aussteigen. Tatsächlich fuhr uns der Bus sehr, sehr nah an alles ran, was man sonst nur aus dem Fernsehen und selbst dann auch nur vom Weiten sehen kann.
Sehr cool war auch, das wir direkt an einem Crawler vorbeifuhren, der gerade eine Leerfahrt zur Shuttle Rampe machte. Der Crawler ist das Gefährt, das normalerweise das Shuttle Hochkant zur Startrampe fährt.
Das Areal des Space Centers ist riesig und nur ein geringer Teil davon wird von der Nasa für Raumfahrtzwecke genutzt. Der Rest ist Naturschutzgebiet (Meritt Island National Wildlife Refuge). Hier leben tatsächlich viele Wildtiere, von denen wir auch einige sahen, wie z.B. Adler, Krokodil, Fischreiher und Schildkröte.
Während der Fahrt sahen wir auf einem Stück der Straße noch die Spuren des vorletzten Shuttelstarts vor drei Tagen. Der enorme Feuerstrahl der Triebwerke hatte sie dort hinterlassen.
Nach der Tour wurden wir auf dem Gelände in einem Gebäude abgesetzt, wo uns eine Simulation aus dem damaligen Mission-Control Zentrum der ersten Saturn Mond Mission gezeigt wurde. Sehr beeindruckend.
Von dort aus wurden wir mit dem Bus wieder zum Besucher-Zentrum gefahren in dem es noch diverse Ausstellungen IMAX-Kinos und einen Space-Shuttle Launch Simulator gibt. Dort konnte man hautnah miterleben wie sich in etwa der Start des Raumtransporters anfühlt, inkl. Schwerelosigkeit.
Der Besuch dauerte länger als erwartet und Gunnar plagten heftige Kopfschmerzen, weshalb wir erstmal wieder zurück zum Hotel fuhren und erstmal eine Pause auf dem Zimmer einlegten.





















































































Letzte Kommentare