Archiv nach Kategorie: Unterwegs

Wind Nord-Ost, Startbahn 03…

17 Aug 2003
17. August 2003

Ganz spontan sind wir heute mal zum Hamburger Flughafen gefahren, um ein wenig Kerosinluft zu schnuppern.

Zuerst am Aussichtspunkt direkt am Ende der Wrangelallee und dann noch auf der großen Ausichtsplattform am Flughafen selbst. Ist schon spannend zu sehen, wie leicht die Flugzeuge anscheinend der Anziehungskraft der Erde trotzen.

So langsam packt uns wirklich das Fernweh.

Gut versichert

07 Aug 2003
7. August 2003

Gestern sind sie endlich angekommen, die restlichen Reiseunterlagen wie Tickets, Voucher, Bonuskarten für Campingplätze und Safeway und alle Versicherungsunterlagen. Kaum zu glauben was wir alles an Versicherungen abgeschlossen haben. Reiserücktrittkosten- und Reisegepäckversicherung, Haftpflichtbegrenzung fürs Wohnmobil usw. Dabei kommt die wichtigste (und teuerste) erst noch auf uns zu. ELVIP nennt sich die und sorgt dafür, dass wir nicht arm wie Kirchenmäuse werden, wenn dem Wohni etwas passiert.

Baumpark Arboretum

20 Jul 2003
20. Juli 2003

Das Wetter ist einfach zu schön als das man zuhause bleibt, obwohl es in der Wohnung derzeit kühler ist als Draußen. Bei uns im Treppenhaus mag man sogar meinen das dort eine Klimaanlage läuft.

Anstatt uns also von gut aussehenden Nachbarn kühle Cocktails servieren zu lassen, schwangen wir uns heute Mittag, dann wenn die Sonne bekanntlich am heißesten brennt, auf unsere Räder und fuhren in den nahe gelegenen Baumpark Aboretum. Das ist nun in unserer Gegend nicht der vornehme Name für Wald, sondern ein angelegte große Gartenanlage, in der man neben vielen verschiedenen Bäumen, auch Pflanzen aus aller Herren Länder bewundern kann. Der Park ist wunderschön, auch wenn viele Blumen schon verblüht sind. Starten tut man seinen Rundgang in einem Bauerngarten, vorbei an einem See mit Lotuspflanzen und Bäumen die im Wasser wachsen und aus der Urzeit zu stammen scheinen. Man kommt durch einen kleinen Bambuswald und wieder an einen See mit fleischfressenden Pflanzen. Es gibt natürlich noch viel mehr zu sehen, fahrt doch mal selber hin. Für Pflanzen- und Naturliebhaber ist das Aboretum wirklich einen Besuch wert. Das Aboretum ist auch über die Grenzen Deutschlands bekannt und soll z.B. bald von der Englischen Königin geehrt werden.

Der Eintritt ist zwar frei, es wird aber um eine Spende von 3 Euro pro Person gebeten, die wir auch gerne bereit zu zahlen waren. Wer vor lauter Begeisterung ein paar der bewunderten Pflanzen mit nach hause nehmen will, kann das natürlich auch. Einen kleinen Shop findet man am Ein-/Ausgang.





Urlaubsplanung

13 Jul 2003
13. Juli 2003

Unsere Urlaubsplanung ist gestern in die entscheidende Phase getreten. Zusammen mit Wolfgang, der sich in den USA und insbesondere auf unserer Route besser auskennt als wir, hat uns dabei geholfen, die Strecke zu optimieren, so dass wir auch keine Punkte ansteuern die eigentlich nicht so sehenswert sind. Nun steht die Strecke also fast fest, wir müssen uns eigentlich nur noch klar darüber werden, ob wir Tuscon (ARZ) und Biosphere 2 streichen und dafür am Ende der Tour noch in San Francisco einen Tag mehr zur Verfügung haben. Ich glaube aber, das unsere Entscheidung schon pro SF gefallen ist.

Die Strecke wurde in Tagesabschnitte eingeteilt, die so gelegt sind, dass wir immer überall ein Optimum an Zeit zur Verfügung haben, es sind aber auch Tage dabei die wir überwiegend fahrend verbringen werden. Das ist aber nicht so schlimm, denn wir haben ja quasi unsere Wohnung immer dabei und können so zu den Mahlzeiten einfach anhalten und uns was kochen.

Eine solch genaue Planung mag zwar den Eindruck erwecken, dass wir nichts dem Zufall überlassen wollen, ist aber bei einer solchen Rundreise auch notwendig, wenn man einige bestimmte Orte, Sehenswürdigkeiten etc. nicht verpassen möchte. Der Plan ist aber nicht so eng gefasst, dass wir keinen Spielraum hätten und auch am vom Ausgangspunkt entferntesten Ort der Tour, haben wir im Notfall immer noch die Chance innerhalb von eineinhalb Tagen nach San Francisco zurückzufahren (Dann aber Tag und Nacht ohne Pause).

Jetzt müssen wir die gestern gesammelten Daten noch in unseren Tourenplaner übertragen und überprüfen, ob die einzelnen Abschnitte auch in der geplanten Zeit ohne Stress zu schaffen sind. Also immer noch ein wenig Arbeit.

Ruhrpott Tour

08 Jul 2003
8. Juli 2003

Anlass unseres Besuches bei Micha und Olaf war zum einen der CSD in Köln,
zum anderen natürlich auch, die Beiden mal wieder zu sehen. Da von Michas Seite darauf bestanden wurde, dass wir schon am Freitag anreisen, machten wir uns nach der Arbeit gegen 17:00 Uhr auf den Weg. Ca. 360 Kilometer lagen vor uns. Die zügige Fahrt wurde jeh vom üblichen Elbtunnelstau gestoppt, so dass wir erst nach ca. dreieinhalb Stunden in Recklinghausen ankamen. Nach einem leckeren Nudelauflauf und Salat saßen wir noch gemütlich bei einem Glas Wein zusammen, planten das Wochenende und schauten noch einen Film. Ziemlich müde gingen wir in unser Bett, welches in einer Mansarde für uns hergerichtet war.

Am nächsten Morgen ging es nach einem opulenten Frühstück zuerst nach Oberhausen ins Cento und danach in den Landschaftspark Nord. Hier auf dem ehemaligen Thyssengelände kann man noch einen Teil des ehemaligen Stahlwerkes besichtigen. Als erstes erklommen wir mal einen Hochofen, der über 60 Meter hoch sein muss. Andere Teile der Anlage, z.B. die Kohlebunker werden von Freeclimbern zum Training genutzt. Wie lange das Werk schon stilliegt weiß ich nicht, jedenfalls geht hier rostiger Stahl eine höchst interessante Symbiose mit der Natur ein, die langsam wieder Oberhand über das Gelände gewinnt.



Danach ging es weiter nach Essen zur Villa Hügel der Familie Krupp. Heute Sitz der gleichnamigen Stiftung, Museum und Veranstaltungsort. Neben einem gigantischen Herrenhaus gehört zu dem Anwesen auch noch ein hochherrschaftlicher Park, beides für geringen Eintritt für jedermann zugänglich. Das Haupthaus konnte man an diesem Tag wegen einer Veranstaltung leider nicht besichtigen.

Zu allerletzte stand noch die kleine Burg ? “Schreckenstein” glaube ich ? auf dem Programm. Von hieraus hatten wir einen schönen Blick auf das Ruhrtal.

Müde, ziemlich kaputt und mit der Aussicht am CSD-Sonntag nicht ausschlafen zu können schliefen wir ein.

Im Universum

21 Jun 2003
21. Juni 2003

Heute war das erste Treffen von QueerDriver. Es ging nach Bremen ins Universum Science Center. Wie zu erwarten war fiel die Teilnehmerzahl recht klein aus: Gunnar und ich fuhren alleine hin.

Das machte aber nichts, denn im USC hätte man sowieso nicht auf jeden einzelnen eingehen können, viel zu interessant war das was gezeigt wurde: “Das Universum Science Center ist ein unvergleichlicher Ort, der uns spielerisch und mit viel Spaß teilhaben lässt an den Wundern unseres Lebens und der Welt um uns herum.”
So war es dann auch, wir durften uns diese Wunder nicht nur anschauen, sondern auch selber erleben, anfassen, mitmachen. Physik, Chemie, die Entstehung der Erde, des Lebens, der Zeit wurden in anschaulichen Experimenten erklärt. Aufgeteilt in drei Expeditionen: Mensch, Erde, Kosmos.

So haben wir z.B. wahrhaftig erfahren wie es sein muss, wenn die Erde plötzlich anfängt zu beben, wir unternahmen eine Zeitreise und wanderten mal eben so durch eine Gebärmutter (die mehr einer Chillout-Zone glich). Am interessantesten fand ich übrigens den Gang durch einen stockfinsteren Raum. Hier wurde uns auf beeindruckende Weise gezeigt, wie Blinde tagtäglich unsere Welt erleben. Denn was wir vorher nicht gesagt bekamen war, dass der Raum der Nachbau einer Wohnung, mit all seinen Einrichtungsgegenständen war. Eine Erfahrung die sehr spannend war.

Eines der Experimente habe ich übrigens mit den heimischen Photoshop-Möglichkeiten mal nachgestellt.

nicht verzweifeln, nochmal versuchen

Ca. drei Stunden verbrachten wir in dem Bau, der einem gestrandeten Ufo gleicht. Danach führen wir noch ein wenig in die Bremer City, die leider sehr überfüllt war. Nach ein wenig Shopping und einem zu dünnen Latte Macchiato traten wir wieder die Heimreise an.


Gunnar durch die Wärmekamera betrachtet.
Müsste da nicht viel mehr rot zu sehen sein???


Sind sie nicht süß, die fünf Bremer Stadtmusikanten?

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