Archiv nach Kategorie: Unterwegs

Australien Rundreise 2012/13 – vom Lamington NP nach Emerald Beach

26 Mrz 2013
26. März 2013

Tag 24 – 19.01.2013

Wie schon erwähnt hatten wir in unsere Route zwei Puffertage eingebaut, falls wir unsere gesteckten Ziele mal nicht erreichen. Da das bisher aber nie der Fall war, müssen wir die letzten Tage strecken. Das wollten wir eigentlich mit einem Stopp in Surfers Paradise oder Byron Bay machen. Eigentlich…

Surfers Paradise liegt an der Gold Coast und ist, wenn man aus Binna Burra den Lamington NP verlässt schon von Weitem zu erkennen. Viele Wolkenkratzer bilden die Skyline die aus dem Regenwald heraus etwas befremdlich wirkt. Aus unserem Reiseführer hatten wir schon erfahren, dass die Gold Coast bei den Australiern als Urlaubsziel sehr beliebt ist, aber fasst nur aus Bettenburgen besteht. Wir fuhren über Surfers Point, wo die Gebäude noch etwas flacher sind, nach Surfers Paradise und fühlten uns nicht so sehr, wie oft beschrieben nach Miami versetzt, sondern eher nach El Arenal, nur alles etwas größer. Kein Ort wo wir gerne bleiben wollten, auch nicht am Strand. Auch das große Shoppingcenter Pacific Fair, etwas weiter südlich in Broadbeach, half nicht die Laune zu verbessern. Also fuhren wir weiter nach Byron Bay um dort den Leuchtturm zu umrunden und zu schauen, ob wir dort übernachten sollten.

Die Zeiten das Australien als Land der Aussteiger und Hippies galt sind wohl vorbei, aber in Byron Bay wird diese Tradition noch hochgehalten. Zumindest ein bisschen. Hier trifft man noch ältere Hippies bei denen die Zeit stehen geblieben scheint. Auch bei einigen Jüngeren sieht man noch Dreadlogs und einen Hauch vom Hippietum der späten 1960er. In ein paar der Läden des kleinen Ortes werden noch Klamotten angeboten, die sicherlich auch Janis Joplin und Jimi Hendrix gut gefallen hätten. Das überwiegende Angebot besteht allerdings aus Surf Shops, Cafés und Restaurants der heutigen Zeit, denn Byron Bay ist zu einem beliebten Badeort und Surfspot geworden. Das bekamen wir zu spüren, als wir in den Ort hinein fuhren: Stau. Wir parkten in der Hauptstraße und gingen die wenigen hundert Meter zum Stadtkern zu Fuß.

An den bekannten Leuchtturm von Byron Bay kann man zwar mit dem Auto heranfahren, aber die Parkplätze sind begrenzt und kostenpflichtig. Es gibt aber einen Rundweg, der am Turm vorbeiführt. Also machten wir uns an den Weg. Einen Teil des Weges kann man am Strand gehen, was wir auch taten, hinter uns sahen wir aber dunkle Regenwolken aufziehen und so verzichteten wir zum Schutze unserer Fotoausrüstung darauf, ganz zum Turm zu gehen, der übrigens Australiens östlichsten Punkt markiert. Wir konnten ihn aber schon sehen.

In Byron Bay wollten wir auch nicht bleiben und so entschieden wir uns, auf unserer geplanten Route weiterzufahren und etwas vor dem Ziel einen Campingplatz aufzusuchen. Das taten wir dann in Emerald Beach auf einem Big4, direkt am Meer. Auf dem Weg dorthin Namen wir wieder Brandgeruch war und auch die Sicht wurde zunehmend diesiger. Hier musste es ganz in der nähe brennen. In einem kleinen Ort der fasst vom Qualm verschluckt wurde machten wir einen kurzen Stopp, weil wir das Szenario filmen wollten. Schwülwarme Luft und beizender Brandgeruch ist schon eine merkwürdige Mischung. Schnell fuhren wir weiter und etwas außerhalb der Stadt wurde die Luft wieder besser. Das Feuer konnten wir nicht ausmachen, aber die dicken Wolken waren weithin sichtbar.

Unser Campingplatz

Emerald Beach: Big4 Emerald Beach Holiday Park, 49,50 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – von Brisbane in den Lamington Nationalpark

24 Mrz 2013
24. März 2013

Tag 23 – 18.01.2013

Der Lamington NP gehört zu den in der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes stehenden Gondwana-Regenwälder Australiens und ist nur etwas über 100 Km von Brisbane entfernt. Der Weg dorthin führte uns durch den Tamborine Mountain NP in dem wir den Temborine Rainforest Skywalk besuchten, der einen in mehreren Metern Höhe durch den Regenwald führt und auf dem man den Wald und seine Pflanzen von oben bestaunen kann.

Nach diesem kurzen, aber sehr interessanten Stopp, ging es weiter zu unserem eigentlichen Ziel, dem Lamington Nationalpark. Dieser ist bekannt für seinen Artenreichtum an Vögeln, vielen anderen Tieren und durch seine großartige Landschaft. Es gibt zwei Möglichkeiten in den Park zu kommen. Zum einen über O’Reilly’s Rainforest Retreat, und zum anderen über Binna Burra, was für uns am naheliegendsten war. Der Ort liegt übrigens nur ca. 30 Km Luftlinie vom TV Dschungel Camp entfernt. Nächtigen kann man in der Binna Burra Lodge oder auf dem dazugehörigen Campingplatz, der mitten im Regenwald liegt. Binna Burra ist etwas trockener als O’Reilly’s aber auch sehr schön. Der Campingplatz ist nur klein und sollte vorgebucht werden. Er ist sehr komfortabel und sauber, gehört er doch zur Hotel-Anlage. Es gibt Campsites mit Strom und Wasser und Toiletten sowie Duschen.

Es gibt viele Tracks durch den Park, von leicht bis schwierig, die von ein paar Stunden bis zu einem ganzen Tag oder länger dauern können. Die meisten Tiere wird man hier sicherlich im Frühjahr, wenn es noch etwas kühler ist entdecken können. Außer ein paar Echsen und zwei Wallabies sahen wir kaum Tiere auf unserer Wanderung, dafür raschelte es aber überall im Gebüsch. Als wir wieder zurück waren und uns mit einem Getränk erfrischten, machte Gunnar Bekanntschaft mit einer kleinen Stabheuschrecke, die es sich auf seiner Schulter gemütlich gemacht hatte. Später besuchte uns noch unsere Nachbarin, die wir bisher nur durch die klassische Weihnachtsmusik aus ihrem Wohnmobil wahrnahmen. Die ältere Dame erzählte viel von sich, war aber auch neugierig, wer wir sind und was wir so machen. Als es dunkel war ging Gunnar noch etwas über den Campingplatz und entdeckte in einem Baum ein putziges Possum. Da es aber relativ dunkel war und wir uns im Wald befanden zog ich es vor, mich lieber ins Wohnmobil zurückzuziehen.

Unser Campingplatz

Lamington NP: The Rainforest Campsite – Binna Burra Mountain Lodge, 34 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – Brisbane

22 Mrz 2013
22. März 2013

Tag 22 – 17.01.2013

Brisbane ist neben Sydney und Melbourne eine der bekannteren Großstädte Australiens, allerdings fällt einem zu Brisbane nicht viel ein, wenn man noch nicht dort gewesen ist. Es gibt keine berühmten Sehenswürdigkeiten wie sie z.B. Sydney mit der Oper und der Harbour Bridge hat, oder Melbourne mit bekannte Veranstaltungen wie die Australien Open oder den Auftakt zur Formel 1 Saison..

Dennoch gibt es in Brisbane einige Dinge zu entdecken. Der Innenstadtbereich besteht aus vielen Wolkenkratzen und dazwischen immer wieder ein paar gut erhaltenen historischen Gebäuden. Das Wahrzeichen Brisbanes ist die Story Bridge. Eine alte, aber gut erhaltene Stahlbrücke, die den Brisbane-River überspannt. Sie stammt vom dem Ingenieur der auch die Harbour Bridge in Sydney entworfen hat, ist aber eine ganz andere Konstruktion. Auch sie kann man in einer geführten Tour besteigen, oder einfach nur als Fußgänger überqueren. Überhaupt lohnt sich eine Wanderung am Ufer des Flusses entlang, da sich dieser in einem Bogen um die Innenstadt zieht. So hat man einen tollen Blick auf die “Vorder- und Rückseite” der Stadt und sieht gleich zwei Skylines, von denen die von und mit der Story Bridge im Vordergrund am schönsten ist, wie ich finde.

Nachdem wir diese Wanderung die gut 2 Stunden dauert gemacht hatten, begaben wir ins wieder in die Innenstadt. Hier scheint es viele Büros zu geben, entsprechend groß ist das Angebot an Foot Courts in den Einkaufspassagen und kleinere Restaurants in den Straßen rund um die Queens Street. Die Queens Street ist zudem die große Shopping Straße Brisbanes und zum großen Teil Fußgängerzone. Sie beherbergt zudem den unterirdischen zentralen Bus-Terminal der Stadt.
Das Buslinien Netz Brisbanes ist sehr aufwendig und durchdacht. So fahren viele der Bus-Linien auf eigenen Straßen (nicht nur eigenen Fahrspuren wie bei uns), auf denen keine anderen Fahrzeuge zugelassen sind. Dadurch kommt man mit den Bussen von außerhalb (wie wir), sehr schnell in die City. Allerdings hat der Aufwand auch seinen Preis: Für das einfache Ticket zahlten wir 7,50 AU$, also rund 6 EUR pro Person.

Am Nachmittag führen wir zurück in den Caravan Park und erfrischten uns erst mit einem Eiskaffee (den trinken wir in Australien nahezu täglich) und anschließend mit einem kühlen Bad im Pool.

Brisbane ist eine schöne Stadt, dessen Besuch sich auf jeden Fall lohnt. Sie hat aber bei Weitem nicht den Flair von Sydney oder Melbourne.

Unser Campingplatz

Brisbane: Brisbane Holiday Village, 46 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – von Gympie nach Brisbane

19 Mrz 2013
19. März 2013

Tag 21 – 16.01.2013

Obwohl unser Campingplatz am Truck Stopp von Gympie nicht sooo toll war, brachen wir nicht gleich nach dem Frühstück auf, sondern schrieben ein paar Postkarten und planten erstmal unsere restliche Strecke neu. Da wir nicht den Weg über Hervey Bay nach Fraser Island genommen hatten, brauchten wir heute nur circa 160 km fahren. Außerdem hatten wir noch zwei Puffertage eingeplant, die wir bisher noch nicht nutzen mussten. So könnten wir uns also die restlichen Tage etwas mehr Zeit lassen.

Unser erstes Ziel in Brisbane war das Lone Pine Koala Sanctuary. Hier werden kranke australische Wildtiere (nicht nur Koalas) wieder aufgeppelt, auch wenn die Anlage eher einem Zoo gleicht. Die Eintrittsgelder (Erwachsene 33 AU$) dienen also einem guten Zweck. Derzeit beherbergt das Lone Pine Koala Sanctuary ca. 150 Koalas und andere in Australien beheimatete Wildtiere, wie z.B. Dingos, Kangaroos, Wombats, Possums und viele andere. Einige dieser Tiere wurden in einer kleinen “Show” uns und den anderen Besuchern vorgestellt, was wirklich sehr interessant war, auch weil man den Tieren ohne Zaun sehr nahe kam.

Das Highlight waren aber die Koalas und natürlich konnte man sich auch mit einem Koala auf dem Arm fotografieren lassen. Das kostet aber extra. Damit das für die kleinen Eukalyptusfresser kein großer Stress ist, hat jeder nur ganz bestimmte “Arbeitszeiten” und darf dann zurück in seinen Baum. Gunnar ließ sich mit dem 2 Jahre alten Koala Bartrum fotografieren. Er war ganz weich, hat aber nicht angenehm gerochen (also nicht nach Hustenbonbon). Die meisten Tiere werden natürlich in Käfigen und Gehegen, die man nicht betreten darf, gehalten. Anders dagegen die Kangaroos, die konnte man auf ihrer sehr weitläufigen Freifläche besuchen und sogar anfassen und füttern. Allerdings nur in einem bestimmten Bereich. Es gibt auch eine Ruhezone für die Kangaroos, die die Besucher nicht betreten dürfen. Auch wir ließen es uns nicht nehmen und gingen auf Tuchfühlung mit den großen und kleinen Beutlern.
Wir können das Koala Sanctuary jedem Brisbane Besucher nur wärmstens ans Herz legen, denn so nah kommt man den meisten australischen Tieren nur sehr selten.

Nach dem Spass war aber erstmal Hausarbeit angesagt: Wäsche waschen und Einkaufen. Ersteres erledigten wir auf dem gut ausgestatteten Campingplatz “Brisbane Holiday Village”. Nachdem alles erledigt war, ging es dann noch etwas an den Pool.

Unser Campingplatz

Brisbane: Brisbane Holiday Village, 46 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – Von Fraser Island nach Gympie

17 Mrz 2013
17. März 2013

Tag 20 – 15.01.2013

Wir sitzen fest und das gleich zweimal. Da wir wegen der aufziehenden Flut am Morgen des zweiten Tages auf Fraser Island nicht auf den Strand fahren konnten, hatten wir uns nach der kurzen Nacht im Geländewagen entschlossen, über einen Weg direkt an der Campzone zum Lake MacKenzie ins Inselinnere zu fahren. Der tiefe und nasse Sand machte uns aber einen Strich durch die Rechnung und so fuhren wir uns gleich erstmal fest, da die Reifen nicht mehr griffen. Wir konnten uns aber selber wieder ausgraben und entschieden uns dafür, erst mal in unserer Düne zu warten, bis das Wasser so viel Strand freigegeben hat, dass wir uns dort wieder gefahrlos bewegen konnten. Wir saßen also sozusagen erneut fest. Leider eine ziemlich langweilige Angelegenheit.

Die Zeit vertrieben wir uns damit das Gunnar mit dem iPad spielte und ich mit meinem iPad Reisetagebuch führte. Natürlich sind wir auch, trotz Sturms ein wenig an den Strand gegangen. Eigentlich sollten (durften) wir ja erst um 12:30 Uhr wieder an den Strand (2h nach Tidenhöchststand), da wir aber unbedingt noch an den Lake MacKenzie wollten, brachen wir schon etwas früher auf, mussten wir doch nur ca. 7 Km nach Eurong und von da aus über ein Track zum See. Da man auf den “Straßen”, die natürlich nur aus tiefem Sand bestehen, nur 20-30 Km/h fahren kann, dauert die Tour hin- und zurück rund 2 Stunden. Der Sand auf der Strecke war trocken und so konnten wir auch gut fahren. Unser 4,7 Liter, 8-Zylinder Toyota Landcruiser zog uns durch den holprigen, kurvigen Track.

Der Lake MacKenzie war es wirklich wert, das Risiko auf sich zu nehmen und etwas zu früh an den Strand zu fahren. Als wir wieder in Eurong am Strand waren, machten wir uns direkt auf den Weg zur Fähre, der auch noch mal eine gute Stunde dauerte. Wir hatten Glück, dann die Fähre kam gerade an, als wir am Anlegepunkt eintrafen.
Nach der Überfahrt ging es schnell noch zum Tanken und dann brachten wir den Wagen zurück. Die Abgabe war einfacher als gedacht. Tankquittung vorzeigen und Schlüssel abgeben. Kein Check mehr ob auch alles in Ordnung ist, selbst das uns die Antennenhalterung abgebrochen war, interessierte nicht wirklich. Das Gunnar noch eine Blechabdeckung am Unterboden festschrauben musste, erwähnten wir deshalb auch gar nicht erst.

Als wir wieder im Wohnmobil saßen besserte sich unsere Laune zunehmend. Wir fuhren weiter nach Gympie, wo wir auf dem Caravan-Park eines Trucker Rasthofs unterkamen. Nicht besonders schön (eigentlich überhaupt nicht), aber wir konnten seit zwei Tagen mal wieder duschen. Danach besserte sich Gunnars Laune noch mehr, denn wir fuhren zu PizzaHut, wo es an dem Tag ein “All You Can Eat”-Bufett gab. Und das tat er dann auch.

Unser Campingplatz

Gympie: Caltex Truck Stop Caravan Park, 20 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – Auf nach Fraser Island

16 Mrz 2013
16. März 2013

Tag 19 – 14.01.2013

Fraser Island ist mit 124 Km Länge und 25 Km Breite die größte Sandinsel der Welt. Der touristisch erschlossene Teil der Insel gehört zum Great Sandy Nationalpark. Sie besteht komplett aus Sand, ist stark bewaldet und hat im Inselinneren mehrere Süßwasserseen. Fraser Island darf nur mit Allradfahrzeugen befahren werden und deswegen kommen die meisten Besucher auch hierher: Mit dem 4WD einmal den 75 Miles Beach entlang zu fahren, und z.B. am berühmten Moheno Wrack einen Stopp einzulegen. Aber natürlich gibt es auch einige Tracks ins Innere der Insel und wer lieber wandern will kann auch das tun, sollte aber wirklich gut zu Fuß sein.

Wir hatten uns am Vortag bereits ein Allradler reserviert, den wir am Morgen abholen wollten. Zwar hatte uns der Vermieter gesagt, dass wir den Wagen erst um 10:30 bekommen, wir waren aber schon um 9:00 Uhr da und so früh wollte er uns den Wagen noch nicht geben. Also zogen wir erstmal los ins Nachbargebäude, um uns das Fährticket (100 AU$), die Vehicle Access Permit (43,15 AU$, damit der Wagen auf die Insel darf) und die Camping Permit (10,90 AU$, damit wir am Strand übernachten dürfen), zu besorgen.

Da wir danach immer noch Zeit hatten, sind wir mit dem Wohnmobil so lange auf den schattigen Parkplatz der Ranger-Station gefahren. Hier hatten wir eine nette Begegnung mit einem Huntsman. Der Huntsman ist eine Riesenkrabbenspinne, die eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Vogelspinne hat und ziemlich groß werden kann. Unser Exemplar war ca 10-12 cm groß und machte es sich auf der Beifahrerseite an der Sonnenblende bequem, was uns erstmal einen großen Schreck einjagte. Nachdem ich zwei Fotos gemacht hate, versuchten wir den Krabbler zu fangen oder zumindest aus dem Wagen zu befördern. Das gelang uns nicht wirklich gut, denn die Spinne war sehr schnell und verkroch sich im Motorraum. Um sicher zu gehen, mit was wir es hier zu tun hatten, ging ich mit den Fotos noch in die Ranger-Station und fragte nach. Man erklärte mir, das wir keine Angst zu haben bräuchten, die ist nicht giftig, sondern nur hässlich. Sie kann zwar beißen, tut das aber nur bei großer Gefahr, z.B. wenn sie Angst um ihre Brut hat. Das beruhigte uns ein wenig und wir hofften, dass sie uns in den verbleibenden Wohnmobiltagen nicht noch mal besuchen würde.

Nun wurde es aber Zeit den Geländewagen abzuholen. Nach einer kleinen Einweisung ging es los auf die Fähre. Wenn man über Rainbow-Beach nach Fraser Island fährt, nimmt man die Anlegestelle Inskip. Wer sich darunter aber einen festen Anleger vorstellt, der irrt. Die Fähre kommt am Ende des Strandes an und stoppt wo sie gerade kann. Sie kann auch nicht fest machen, das heißt, dass sie sich auch leicht bewegt, wenn man auf sie rauf fährt. Die Überfahrt ist kurz und dauert rund 10 Minuten. Auf Fraser landet man auch wieder im Sand, fahrt dann, je nach Tidenstand am Strand endlang oder erst ein Mal auf eine feste, aber extrem wellige Schotterpiste. Beim Befahren des Strandes muss man, wie erwähnt, die Tidenzeiten beachten, denn bei Flut ist teilweise der ganze Strand überflutet. Bei Hochwasser sollte man sich in eine der Orte zurückziehen oder zum Campen in die Dünen. Wir hatten von ca. 14 – 18 Uhr Zeit, den Strand zu befahren und machten auch noch einen kurze Abstecher ins Inselinnere zum Lake Garawongera. Der Weg dahin war spektakulär und für unseren Wagen schon fast zu eng, der See war aber eher nicht so spannend.

So langsam mussten wir eine Campingzone aufzusuchen. Da wir kein Zelt hatten schliefen wir auf unseren Schlafsäcken im Auto. Vorher aßen wir noch einen kleinen mitgebrachten Salat in unserer Düne und hatten kurz darauf schon wieder ein Spinnenbegegnung. Diesmal zwar kein Huntsman, aber auch ein ziemlich großes Exemplar. So verzogen wir uns also lieber ins Auto und überlegten, ob wir es überhaupt wagen sollten die Fenster aufzumachen, entschieden uns dann aber für einen kleinen Spalt, denn es war schon sehr schwül und der Wagen roch innen extrem nach Werkstatt. Die Nacht war stürmisch und regnerisch, aber wir standen in unsere Düne sicher. Schlafen konnten wir aber nicht so richtig.

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