Archiv nach Kategorie: Australien 2012/13

Australien Rundreise 2012/13 – Narrabeen

07 Apr 2013
7. April 2013

Tag 27 – 22.01.2013

Unser zweiter Tag in Narrabeen. Nach dem Frühstück mussten wir noch etwas Wäsche waschen, denn sonst hätten wir dafür keine Zeit mehr. Gegen Mittag waren wir mit Jana und Joshua verabredet, wir wollten mit den beiden an den Strand. Oliver war an dem Tag auf Geschäftsreise. Zu Fuß ist die Wohnung in einer halben Stunde zu erreichen und aus Mangel an Parkplätzen ließen wir unser Wohnmobil auf dem Campingplatz stehen. Weil wir ja an den Strand wollten, nahmen wir auch keine Armbanduhr und kein Telefon mit. Ist ja auch nicht nötig dachten wir.

Nach dem Fußmarsch, der gefühlt auch ungefähr 30 Minuten gedauert hat, kamen wir an dem Wohnblock an. Nun ist es in Australien aber so, dass unten an den Klingeln aus Gründen der Sicherheit keine Namen, sondern nur die Nummer der Wohnungen stehen und die wussten wir nicht. Da wir auch nicht telefonieren und somit sagen konnten, das wir jetzt da sind, blieb uns nur die Möglichkeit uns durchzufragen. Ein Nachbar war schon mal keine große Hilfe, aber da dort gerade umgebaut wurde, sprachen wir kurzerhand den Bauleiter an. Dieser stellte uns viele Fragen, um sicher zu gehen das wir Janas Schwiegereltern auch wirklich kennen und von ihnen erwartet werden und brachte uns erst dann sogar persönlich rauf.

Kurze Zeit später fanden wir uns am Strand wieder. Dazu mussten wir nur einmal über die Straße gehen. Der Strand war menschenleer, denn es war etwas windig heute und es zogen ein paar Regenwolken auf. Das störte uns aber nicht. Der kleine Joshua spielte im Sand und die Erwachsenen unterhielten sich. Irgendwann kam dann auch Oliver von der Arbeit nach Hause und da wir am Abend alle zum Essen verabredet waren, machten wir uns wieder auf den Weg zum Campingplatz, um uns umzuziehen.

Auf dem Rückweg fing es ganz leicht an zu regnen. Wir gingen etwas schneller, denn wir hatten Wäsche zum trocknen draußen aufgehängt, das nützte aber nichts, uns so mussten wir später noch den Wäschetrockner bemühen.

Zum Essen holte Oliver uns mit dem Wagen ab. Das Restaurant war sehr nett und gut gefüllt. Gut das wir reserviert hatten. Es wurde ein sehr schöner Abend den wir später bei Olivers Eltern bei einem letzten Drink beendeten.

Unser Campingplatz

Narrabeen: Big4 Sydney Lakeside Holiday Park, 72,00 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – von Forster nach Narrabeen (Sydney)

06 Apr 2013
6. April 2013

Tag 26 – 21.01.2013

Heute startete unsere letzte Etappe, bevor wir unser Wohnmobil zwei Tage später in Sydney abgeben müssen. Es tat uns nicht sehr weh, denn uns erwartete später in Sydney ja ein (nach den Bewertungen) tolles Hotel in dem wir noch vier Übernachtungen gebucht hatten und waren ganz froh mal wieder ein eigenes Bad und ein größeres und bequemeres Bett zu bekommen.

Bevor es nach Narrabeen ging, haben wir einen kurzen Stopp in Port Stephens gemacht. Port Stephens um fasst die Orte Shoal Bay, Nelson Bay, Salamander Bay, Lemon Tree Passage, Karuah und die Küstendörfer Tea Gardens und Hawks Nest.

Danach ging es mit einer kurzen Fastfood-Pause beim goldenen M über den Pacific Hwy direkt weiter nach Narrabeen, dessen Big4 Campingplatz einer der teuersten in Australien sein soll. Das glauben wir unbesehen, denn mit 72 AUS pro Nacht ist er auch der teuerste, den wir auf unserer Reise hatten, bei weitem aber nicht der Beste. Gut das man bei Big4 10% Rabatt bekommt, wenn man ein Wohnmobil von Britz (und ein paar anderen Vermietern) hat.

Narrabeen ist ein Vorort von Sydney, in dem die Schwiegereltern/Eltern von Jana und Oliver wohnen und wo die beiden mit dem kleinen Joshua gerade zu Besuch waren. Praktisch war auch, das die Vermietstation, an der wir unseren Wagen abgeben müssen, nicht allzu weit entfernt ist, so dass wir am Abgabetag nicht so früh aufstehen müssen.

Nach der Ankunft und einer kurzen Kaffeepause wuschen wir erstmal etwas Wäsche und bekamen dann am Abend noch Besuch von Jana, Oliver und seinem Vater. Wie quatschten ein wenig, tranken eine Kleinigkeit und verabredetet uns für den nächsten Tag, an dem wir nachmittags an den Strand und Abends eine Kleinigkeit essen gehen wollten.

Route:
Forster – Port Stephens (Nelson Bay) – Newcastle – Narrabeen (Sydney)

Unser Campingplatz

Narrabeen: Big4 Sydney Lakeside Holiday Park, 72,00 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – von Emerald Beach nach Forster

03 Apr 2013
3. April 2013

Tag 25 – 20.01.2013

Die Nächte auf den Campingplätzen sind eigentlich immer relativ früh zuende, da wir, einerseits kaputt von der Fahrt oder den Wanderungen die wir machen (oder von beidem), schon gegen 22:00 Uhr schlafen gehen. Andererseits aber auch früh aufwachen. In Queensland gegen 6:00, in New South Wales gegen 7:00, weil die Sonne so früh aufgeht und weil die Vögel einen meist schon wesentlich früher wecken. Mal sind es Krähen, oder Papageien, heute waren es Kookaburras die mit ihrem affenähnlichem Gelächter dafür sorgten, das wir den Sonnenaufgang auch mitbekamen. Das soll sich aber nicht negativ anhören. Die Vogelwelt in Australien ist sehr vielfältig und ganz anders als in Deutschland, ja auch lauter, aber wir mögen das. Wer sich davon mal einen kleinen Eindruck verschaffen möchte, kann das auf der Seite birdsinbackyards.net machen. Hier nur zwei unserer Lieblingsvogelstimmen: der Kookaburra und der Australian Magpie.

Vom Sonnenaufgang war an diesem Morgen aber nicht viel zu sehen, denn wir hatten heute unseren ersten richtigen Regentag. Aus diesem Grund haben wir auch im Wohnmobil gefrühstückt. Danach ging unsere Fahrt weiter in Richtung Süden. Unser Ziel waren die Ellenborogh Falls, gleich hinter Elands.

Es ist übrigens egal von welcher Seite man die Stadt Elands anfährt, man muss immer mehrere Kilometer unbefestigte Straße durch den Regenwald auf den Berg hinauf fahren. Der Hinweg ist dabei etwas spannender weil steiler und mit dichterem Wald, die Straße ist aber auch etwas rauher. Angenehmer zu fahren ist der Weg über Wingham. Als wir ankamen hatte sich auch der Regen gelegt, zumindest hier oben, denn die Wolken hingen recht tief, quasi unter uns. Den 160 Meter hohen Wasserfall kann man aus mehreren Perspektiven bestaunen. Von oben, von der Seite und von unten. 641 Stufen führen hinab, allerdings auch wieder hinauf, was schon etwas anstrengend sein kann. Der Abstieg lohnt aber auf jeden Fall und schon allein wegen der langen Anfahrt sollte man sich den Spaß gönnen.

Unser weiterer Weg führte uns wieder an die Küste nach Forster. Morgen gehts weiter nach Sydney, wo unsere Wohnmobil-Tour endet.

Route:
Emerald Beach – Coffs Harbour – Kempsey – Port Macquarie – Elands (Ellenborogh Falls) – Wingham – Taree – Forster

Unser Campingplatz

Forster: Lanis Holiday Island, 45,00 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – vom Lamington NP nach Emerald Beach

26 Mrz 2013
26. März 2013

Tag 24 – 19.01.2013

Wie schon erwähnt hatten wir in unsere Route zwei Puffertage eingebaut, falls wir unsere gesteckten Ziele mal nicht erreichen. Da das bisher aber nie der Fall war, müssen wir die letzten Tage strecken. Das wollten wir eigentlich mit einem Stopp in Surfers Paradise oder Byron Bay machen. Eigentlich…

Surfers Paradise liegt an der Gold Coast und ist, wenn man aus Binna Burra den Lamington NP verlässt schon von Weitem zu erkennen. Viele Wolkenkratzer bilden die Skyline die aus dem Regenwald heraus etwas befremdlich wirkt. Aus unserem Reiseführer hatten wir schon erfahren, dass die Gold Coast bei den Australiern als Urlaubsziel sehr beliebt ist, aber fasst nur aus Bettenburgen besteht. Wir fuhren über Surfers Point, wo die Gebäude noch etwas flacher sind, nach Surfers Paradise und fühlten uns nicht so sehr, wie oft beschrieben nach Miami versetzt, sondern eher nach El Arenal, nur alles etwas größer. Kein Ort wo wir gerne bleiben wollten, auch nicht am Strand. Auch das große Shoppingcenter Pacific Fair, etwas weiter südlich in Broadbeach, half nicht die Laune zu verbessern. Also fuhren wir weiter nach Byron Bay um dort den Leuchtturm zu umrunden und zu schauen, ob wir dort übernachten sollten.

Die Zeiten das Australien als Land der Aussteiger und Hippies galt sind wohl vorbei, aber in Byron Bay wird diese Tradition noch hochgehalten. Zumindest ein bisschen. Hier trifft man noch ältere Hippies bei denen die Zeit stehen geblieben scheint. Auch bei einigen Jüngeren sieht man noch Dreadlogs und einen Hauch vom Hippietum der späten 1960er. In ein paar der Läden des kleinen Ortes werden noch Klamotten angeboten, die sicherlich auch Janis Joplin und Jimi Hendrix gut gefallen hätten. Das überwiegende Angebot besteht allerdings aus Surf Shops, Cafés und Restaurants der heutigen Zeit, denn Byron Bay ist zu einem beliebten Badeort und Surfspot geworden. Das bekamen wir zu spüren, als wir in den Ort hinein fuhren: Stau. Wir parkten in der Hauptstraße und gingen die wenigen hundert Meter zum Stadtkern zu Fuß.

An den bekannten Leuchtturm von Byron Bay kann man zwar mit dem Auto heranfahren, aber die Parkplätze sind begrenzt und kostenpflichtig. Es gibt aber einen Rundweg, der am Turm vorbeiführt. Also machten wir uns an den Weg. Einen Teil des Weges kann man am Strand gehen, was wir auch taten, hinter uns sahen wir aber dunkle Regenwolken aufziehen und so verzichteten wir zum Schutze unserer Fotoausrüstung darauf, ganz zum Turm zu gehen, der übrigens Australiens östlichsten Punkt markiert. Wir konnten ihn aber schon sehen.

In Byron Bay wollten wir auch nicht bleiben und so entschieden wir uns, auf unserer geplanten Route weiterzufahren und etwas vor dem Ziel einen Campingplatz aufzusuchen. Das taten wir dann in Emerald Beach auf einem Big4, direkt am Meer. Auf dem Weg dorthin Namen wir wieder Brandgeruch war und auch die Sicht wurde zunehmend diesiger. Hier musste es ganz in der nähe brennen. In einem kleinen Ort der fasst vom Qualm verschluckt wurde machten wir einen kurzen Stopp, weil wir das Szenario filmen wollten. Schwülwarme Luft und beizender Brandgeruch ist schon eine merkwürdige Mischung. Schnell fuhren wir weiter und etwas außerhalb der Stadt wurde die Luft wieder besser. Das Feuer konnten wir nicht ausmachen, aber die dicken Wolken waren weithin sichtbar.

Unser Campingplatz

Emerald Beach: Big4 Emerald Beach Holiday Park, 49,50 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – von Brisbane in den Lamington Nationalpark

24 Mrz 2013
24. März 2013

Tag 23 – 18.01.2013

Der Lamington NP gehört zu den in der UNESCO-Liste des Weltnaturerbes stehenden Gondwana-Regenwälder Australiens und ist nur etwas über 100 Km von Brisbane entfernt. Der Weg dorthin führte uns durch den Tamborine Mountain NP in dem wir den Temborine Rainforest Skywalk besuchten, der einen in mehreren Metern Höhe durch den Regenwald führt und auf dem man den Wald und seine Pflanzen von oben bestaunen kann.

Nach diesem kurzen, aber sehr interessanten Stopp, ging es weiter zu unserem eigentlichen Ziel, dem Lamington Nationalpark. Dieser ist bekannt für seinen Artenreichtum an Vögeln, vielen anderen Tieren und durch seine großartige Landschaft. Es gibt zwei Möglichkeiten in den Park zu kommen. Zum einen über O’Reilly’s Rainforest Retreat, und zum anderen über Binna Burra, was für uns am naheliegendsten war. Der Ort liegt übrigens nur ca. 30 Km Luftlinie vom TV Dschungel Camp entfernt. Nächtigen kann man in der Binna Burra Lodge oder auf dem dazugehörigen Campingplatz, der mitten im Regenwald liegt. Binna Burra ist etwas trockener als O’Reilly’s aber auch sehr schön. Der Campingplatz ist nur klein und sollte vorgebucht werden. Er ist sehr komfortabel und sauber, gehört er doch zur Hotel-Anlage. Es gibt Campsites mit Strom und Wasser und Toiletten sowie Duschen.

Es gibt viele Tracks durch den Park, von leicht bis schwierig, die von ein paar Stunden bis zu einem ganzen Tag oder länger dauern können. Die meisten Tiere wird man hier sicherlich im Frühjahr, wenn es noch etwas kühler ist entdecken können. Außer ein paar Echsen und zwei Wallabies sahen wir kaum Tiere auf unserer Wanderung, dafür raschelte es aber überall im Gebüsch. Als wir wieder zurück waren und uns mit einem Getränk erfrischten, machte Gunnar Bekanntschaft mit einer kleinen Stabheuschrecke, die es sich auf seiner Schulter gemütlich gemacht hatte. Später besuchte uns noch unsere Nachbarin, die wir bisher nur durch die klassische Weihnachtsmusik aus ihrem Wohnmobil wahrnahmen. Die ältere Dame erzählte viel von sich, war aber auch neugierig, wer wir sind und was wir so machen. Als es dunkel war ging Gunnar noch etwas über den Campingplatz und entdeckte in einem Baum ein putziges Possum. Da es aber relativ dunkel war und wir uns im Wald befanden zog ich es vor, mich lieber ins Wohnmobil zurückzuziehen.

Unser Campingplatz

Lamington NP: The Rainforest Campsite – Binna Burra Mountain Lodge, 34 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – Brisbane

22 Mrz 2013
22. März 2013

Tag 22 – 17.01.2013

Brisbane ist neben Sydney und Melbourne eine der bekannteren Großstädte Australiens, allerdings fällt einem zu Brisbane nicht viel ein, wenn man noch nicht dort gewesen ist. Es gibt keine berühmten Sehenswürdigkeiten wie sie z.B. Sydney mit der Oper und der Harbour Bridge hat, oder Melbourne mit bekannte Veranstaltungen wie die Australien Open oder den Auftakt zur Formel 1 Saison..

Dennoch gibt es in Brisbane einige Dinge zu entdecken. Der Innenstadtbereich besteht aus vielen Wolkenkratzen und dazwischen immer wieder ein paar gut erhaltenen historischen Gebäuden. Das Wahrzeichen Brisbanes ist die Story Bridge. Eine alte, aber gut erhaltene Stahlbrücke, die den Brisbane-River überspannt. Sie stammt vom dem Ingenieur der auch die Harbour Bridge in Sydney entworfen hat, ist aber eine ganz andere Konstruktion. Auch sie kann man in einer geführten Tour besteigen, oder einfach nur als Fußgänger überqueren. Überhaupt lohnt sich eine Wanderung am Ufer des Flusses entlang, da sich dieser in einem Bogen um die Innenstadt zieht. So hat man einen tollen Blick auf die “Vorder- und Rückseite” der Stadt und sieht gleich zwei Skylines, von denen die von und mit der Story Bridge im Vordergrund am schönsten ist, wie ich finde.

Nachdem wir diese Wanderung die gut 2 Stunden dauert gemacht hatten, begaben wir ins wieder in die Innenstadt. Hier scheint es viele Büros zu geben, entsprechend groß ist das Angebot an Foot Courts in den Einkaufspassagen und kleinere Restaurants in den Straßen rund um die Queens Street. Die Queens Street ist zudem die große Shopping Straße Brisbanes und zum großen Teil Fußgängerzone. Sie beherbergt zudem den unterirdischen zentralen Bus-Terminal der Stadt.
Das Buslinien Netz Brisbanes ist sehr aufwendig und durchdacht. So fahren viele der Bus-Linien auf eigenen Straßen (nicht nur eigenen Fahrspuren wie bei uns), auf denen keine anderen Fahrzeuge zugelassen sind. Dadurch kommt man mit den Bussen von außerhalb (wie wir), sehr schnell in die City. Allerdings hat der Aufwand auch seinen Preis: Für das einfache Ticket zahlten wir 7,50 AU$, also rund 6 EUR pro Person.

Am Nachmittag führen wir zurück in den Caravan Park und erfrischten uns erst mit einem Eiskaffee (den trinken wir in Australien nahezu täglich) und anschließend mit einem kühlen Bad im Pool.

Brisbane ist eine schöne Stadt, dessen Besuch sich auf jeden Fall lohnt. Sie hat aber bei Weitem nicht den Flair von Sydney oder Melbourne.

Unser Campingplatz

Brisbane: Brisbane Holiday Village, 46 AU$, powered

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