Archiv nach Kategorie: Australien 2009/10

Australien erfahren (12) Uluru (Ayers Rock)

02 Mai 2010
2. Mai 2010

Tag 17 + 18 (14. + 15. Januar 2010)

Unser nächstes großes Ziel war der Uluru. Von Coober Pedy aus wären es 728 Km bis dorthin, weshalb wir nach 485 Km in Erldunda eine Übernachtung einplanten.

Am nächsten Morgen ging es dann früh weiter zum Uluru, der im westlichen Kulturkreis auch Ayers Rock genannt wird. Der riesige Monolith ist für Australien-Urlauber eines der großen Anziehungspunkte. Er ist 348 Meter hoch und hat einen Umfang von 9,4 Km. Sein Alter wird auf mindestens 600 Millionen Jahre geschätzt. Für den Aboriginal-Stamm der Anangu ist der Uluru seit über 10.000 Jahren eine heilige Stätte und seit 1985 wieder offiziell in ihrem Besitz.



Wir hatten uns vorgenommen den Uluru zu umwandern. Bis vor kurzem war der Wanderweg um ihn herum noch ca. 10 km lang, mittlerweile wurde er aber auf 13,4 erweitert, um einige heilige Bereiche der Aborigines nicht zu stören. Circa 3,5 Stunden sollte die Tour dauern und es wurde empfohlen bei heißem Wetter (wir hatten 39°C) pro Stunde und Person 1 Liter Wasser zu trinken. Das würde allerdings bedeuten, dass wir mit 7 Wasserflaschen plus unserer Fotoausrüstung losmarschieren müssten. Wir begnügten uns mit 2 Litern (dies ist aber bitte nicht als Empfehlung zu sehen, denn es war eindeutig zu wenig!).

Uluru bedeutet in der Sprache der hiesigen Aborigines “schattiger Platz”, was aber eindeutig nicht für den Wanderweg galt. Man sollte die Umrundung deshalb auch nur in den Morgen- oder Abendstunden machen und nicht wie wir zur Mittagszeit, von Schatten war weit und breit nichts zu sehen. Die Umrundung lohnt sich aber auf jeden Fall, denn nach jeder Biegung sieht der riesige rote Stein anders aus.


Am Abend fanden wir uns dann noch mit vielen weiteren Touristen am Sunset Point ein um den Ayers Rock im Sonnenuntergang glühen zu sehen. Das Glühen blieb aber leider aus, aber dennoch wird dieser Tag für uns unvergesslich bleiben.

Australien erfahren (11) Coober Pedy

27 Apr 2010
27. April 2010

Tag 15 + 16 (12. + 13. Januar 2010)

Coober Pedy ist wohl eine der skurilsten Städte Australiens. Es nennt sich selbst Opal-Hauptstadt der Welt und tatsächlich kommen 85% der auf der Welt gehandelten Opale aus dieser kleinen Stadt in Südaustralien.





Der Name Coober Pedy leitet sich vom Aboriginal-Begriff “kupa piti” ab, was so viel heißt wie “weißer Mann im Loch”. Das ist hier auch wörtlich zu nehmen, denn einerseits arbeiten die Opalsucher natürlich unter der Erde, aber wegen der hohen Temperaturen im Sommer leben sie oft auch in Wohnungen in der Erde, in sogenannten “dogouts”.

Die Opalsucher sind meistens Einzelkämpfer und es gehört schon sehr viel Idealismus dazu, in dieser unwirklichen Umgebung nicht nur arbeiten, sondern auch leben zu wollen. Laut Statistik besteht die Einwohnerzahl zu 60% aus Europäern und setzt sich insgesamt aus 45 Nationen zusammen. Auch wir haben dort nur wenige Australier getroffen.

Australien erfahren (10) Aufbruch ins Outback

26 Apr 2010
26. April 2010

Tag 14 + 15 (11. + 12. Januar 2010)

Port Augusta ist keine schöne Stadt und die einzige Sehenswürdigkeit scheint das Wadlata Outback Center zu sein. Für uns war es das Restaurant mit dem goldenen M und dem Internet Hot Spot. Die Stadt liegt rund 330 km nordöstlich von Adelaide und dient den meisten lediglich als Ausgangsstation für ihre Weiterfahrt ins bzw. durchs Outback. Hier kann man noch mal relativ günstig Tanken und seine Vorräte auffüllen, was wir dann auch taten.

Auch der Campingplatz war nichts Besonderes. Die Einrichtungen waren alle gut in Schuss, die Sites selber waren aber sandig. Da es bei unserer Ankunft sehr stürmte, wir es aber nur außerhalb des Wohnmobils aushalten konnten, mussten wir uns dem aber aussetzen. Nach einiger Zeit, waren wir so aufgeheizt, dass wir, wie fast alle Neuankömmlinge erst mal in den lauwarmen Pool hüpften. Das tat gut…
Das schönste aber war, das Gunnar am 14. Tag in Australien endlich seine Erkältung überwunden hatte und so jetzt den Urlaub noch mehr genießen konnte.

Am nächsten Tag ging es dann weiter in die Opal-Stadt Coober Pedy. Die ist ganz leicht zu finden: 536 Km geradeaus und dann rechst. Heute zeigen wir euch erst mal ein paar Bilder vom Weg durchs Outback dorthin, morgen dann von Coober Pedy selbst.



Australien erfahren (9) Adelaide

11 Apr 2010
11. April 2010

Tag 12 + 13 (09. + 10. Januar 2010)

Weiter geht es auf unserer Australien-Rundtour nach Adelaide, der Hauptstadt des Bundesstaates South Australia. Adelaide trägt auch die Beinamen “City of Churches“ oder “Festival City”. Mit einem dieser Festivals bzw. Feste wurden wir an unserem Ankunftstag auch gleich begrüßt: Das alljährliche Schützenfest. Wie auch bei uns, wird hier wohl ein/e Schützenkönig/in gewählt, zumindest gab es laut Programm eine “Shooting Range” und ein “Vögel Shoot”. Nach, vor oder zwischen den offiziellen Veranstaltungspunkten wird aber auch hier das getan, was bei uns auf dem Schützenfest getan wird: viel Bier getrunken.

Am Sonntag stand eine Stadtbesichtigung an. Es gab eine dreistündige Fußtour, die uns zu den meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt bringen sollte und genau die wollten wir machen. Hatten wir schon erwähnt, dass es in diesem Jahr sehr heiß in Australien war? Liegen die Tages-Höchsttemperaturen in Adelaide im Januar normalerweise bei angenehmen 28°C, wurden wir und alle anderen dieses Jahr mit weitaus höheren Temperaturen bedacht. Schon beim Frühstück gegen 8:30 Uhr zeigte das Thermometer über 30°C an. Auf dem kurzen Weg vom Campingplatz in die Stadt kletterte es immer weiter. Wir suchten deshalb vorsichtshalber einen schattigen Parkplatz…






Die Tour durch die Stadt war trotzdem sehr schön, wenn gleich wir nicht die komplette Tour gemacht haben. Wir hatten uns zwar schon an die Temperaturen gewöhnt, man muss nur immer genug trinken und sich möglichst im Schatten aufhalten, aber gerade der war nicht immer da und das Wasser ging schnell zur Neige. In der Fußgängerzone hatten die meisten Geschäfte auf und so konnten wir uns auch ab und an in den klimatisierten Räumen abkühlen. Von innen tat das wie so oft ein leckerer Eiskaffee. Als wir zum Wohnmobil zurückkehrten, zeigte die Anzeige im Wagen eine Außentemperatur von 45°C an. Gut das wir im Schatten geparkt hatten.

Vielen Dank übrigens an die Macher von Australien-Info.de, dass sie in ihrem letzten Newsletter auf unseren Reisebericht hingewiesen haben. Australien-Info.de ist eine der besten Quellen im deutschen Web, wenn es um Informationen rund um Down Under geht.

Australien erfahren (8) Hahndorf

28 Mrz 2010
28. März 2010

Tag 12 (09. Januar 2010)

Hahndorf liegt im australischen Bundesstaat South Australia, ca. 28 km südöstlich von Adelaide und gilt, der Name lässt es vermuten, als die erste deutsche Siedlung Australiens. Gegründet wurde sie im Mai 1839. Mit 1.800 Einwohnern ist es tatsächlich nur ein Dorf, in das es aber viele Touristen zieht.





Hier gibt es deutsche Bäckereien und Fleischer und Restaurants in denen man “typisch deutsche Spezialitäten” bekommen kann. Wie oft wird aber auch hier in Hahndorf deutsch mit bayerisch gleichgesetzt und so dudelt in jedem Andeckenladen auch die entsprechende Blasmusik. Wenn man sowieso in der Nähe ist, lohnt sich der kleine Abstecher nach Hahndorf aber auch für Nordlichter.

Australien erfahren (7) Great Ocean Road

21 Mrz 2010
21. März 2010

Tag 10 + 11 (06. + 07. Januar 2010)

Die Great Ocean Road ist die Traumstrecke für Australien-Urlauber und eine der Top-Sehenswürdigkeiten. Offiziell beginnt sie, wenn man die Brücke des Spring Creeks bei Torquay passiert hat. An der Great Ocean Road, die nicht immer an der Küste entlang verläuft, gibt es Einiges zu sehen. Ein wenig davon möchten wir hier zeigen.



An der Strecke, die sich am Anfang direkt an die Küstenlinie schmiegt, gibt es jede Menge Haltebuchten, um diese atemberaubende Landschaft zu bestaunen und zu fotografieren. Aber auch dann, wenn sie nicht an der Küste entlang führt, kann man z.B. den Maits Rest Rainforest Walk erkunden.




Wieder an der Küste, wollten wir in Lorne den Leuchturm besichtigen, mussten aber feststellen, dass man hier schon gegen 17:00 Uhr die Pforten schließt und so kamen wir nicht mehr aufs Gelände. Selbst einen Blick auf den Turm konnten wir nicht erhaschen, denn anscheinend liegt er wirklich gut versteckt.
Auf der Rückfahrt sahen wir einige Wagen am Straßenrand parken und etwas in den Bäumen fotografieren. Da mussten Koalas sein, dachten wir uns und hatten recht. Einer von den putzigen Gesellen saß sogar mampfend über unserem Wohnmobil in einem Baum. Dafür hatte sich der Abstecher doch gelohnt.


Am nächsten Tag besuchten wir eine ganz besondere Attraktion: Den Otway Fly Tree Top Walk. Ökologisch einwandfrei, haben hier die Besucher die Möglichkeit die Bäume des Regenwaldes einmal so zu sehen wie es z.B. Vögel tun. Die Eisenstege sind dabei natürlich nicht an den Bäumen befestigt. Ein wunderschöner und sehr ungewöhnlicher Ausblick.

Und dann ging es natürlich zur Hauptattraktion an der Great Ocean Road: Die Zwölf Apostel und den anderen außergewöhnlichen Kalksteinformationen wie z.B. den London Arch der früheren London Bridge. Diese Gebilde wurden und werden von Wind, Wetter und natürlich dem Meer geformt. Durch Erosion werden sie verändert oder sogar zerstört, wie z.B. im September 2009. Da stürzte ein Turm in der Nähe vom Razorback Lookout ein.




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