13. April 2001
hallo ihr lieben,
es ist mal wieder an der zeit einen newsletter zu verfassen, dachte ich mir und so war es geschehen. schließlich ist ja ostern und die meisten von euch haben vier lange tage frei und da sehe ich mich natürlich in der verantwortung euch zu unterhalten.
nett gedacht, nur was macht denn holli an ostern?
da geht’s schon los.
ich hab zwar eben auf viva einen song mit dem ebenso vielversprechenden wie blöden titel ‘liebficken’ von den sofadingsdas gehört, was mich zwar auf ?ne idee brachte, aber da ich mittlerweile und immer mehr dazu neige, oben beschriebene tätigkeit auch mit kopf, herz und seele zu verbinden, werde ich mich aus ermangelung an einladungen und wegen eines (von mir) verhinderten dates lieber hinsetzen und ein nettes buch lesen.
da wäre zum einen mal das echt lobenswerte und neuste werk von max goldt ‘der krapfen auf dem sims’. betrachtungen, essays u.a. heißt es im inneren und so ist es für mich als goldt-neuling sehr spannend, die kurzen neuen wie auch etwas älteren geschichten zu lesen.
wie gesagt, ich hatte immer nur von ihm gehört und nun mache ich mich selbst mal daran und ich wurde und werde nicht enttäuscht, denn goldt schreibt aus dem leben, so wie er es und viele andere es sehen und das in einer sprache die so herzerfrischend unverkrampft und natürlich ist, dass man beim lesen glaubt, man säße mit ihm gerade in einem cafè bei einem milchkaffee und lauscht seinen worten.
ich kam letztens beim lesen in der u-bahn nicht umhin leise vor mich hinzulachen wenn max goldt kinderspielplätze mit ‘raucherecken für kampfhundehalterinnen mit kleinkindern’ vergleicht. schon kurze zeit später beschreibt er, was denn passieren würde wenn man den verantwortlichen für das drehrestaurant im berliner fernsehturm kurzerhand ausknockt und die drehfrequenz auf ein vielfaches erhöht.
bei allem spass den man beim lesen hat, merkt man aber auch wie sozialkritisch max goldt seine umwelt betrachtet.
sehr lesenswert.
wenn ich denn einen nachttisch hätte, würde dort auch noch ‘die mitte der welt’ von andreas steinhöfel liegen, welches ich mir auf empfehlung gekauft habe.
so liegt es hier grad neben mir auf dem schreibtisch und da ich es noch nicht gelesen habe, folgt jetzt für den interessierten lediglich der klappentext:
“was immer ein normales leben auch sein mag – der siebzehnjährige phil hat es nie kennengelernt. zusammen mit seiner zwillingsschwester dianne und seiner selbstbewussten mutter glass wohnt er in einer alten villa am rande der stadt. und fast täglich sieht er annie, die verrückte alte mit den roten schuhen, wolf, seinen mitschüler mit den narben auf der seele und natürlich nicholas, den unerreichbaren, in den sich phil unsterblich verliebt. – ein packender, kunstvoll geschriebener roman über das leben eines heranwachsenden, der erwachsene und jugendliche gleichermaßen begeistert.”
so, nun kann ich mich nicht entscheiden… aber vier tage sind ja lang und wenn die sonne sich mal bequemt, könnte ich mich ja glatt dazu durchringen an die elbe zu fahren und beide nacheinander zu lesen.
ok, das war ostern…
Letzte Kommentare