Monatsarchiv: Februar, 2013

Australien Rundreise 2012/13 – von Orange nach Narrabri

27 Feb 2013
27. Februar 2013

Tag 15 – 10.01.2013

Die heutige Nacht war zwar nicht so kalt wie die gestrige, aber die Steppdecke haben wir trotzdem noch gebraucht. Nach dem Frühstück ging es weiter in Richtung Norden, weg von den Buschbränden. Unseren ersten Stopp machten wir in Dubbo beim Visitor Center, um uns nach den Feuern zu erkundigen, den unsere Fahrt sollte weiter durch den Goonoo State Forrest gehen. Dort war aber alles ok und der Park war offen und so machten wir uns auf unseren geplanten Weg. Wer etwas Zeit hat, dem wird ein Besuch des Zoo’s von Dubbo empfohlen, da wir am Ende unserer Reise aber wahrscheinlich noch den Zoo von Sydney besuchen werden, ließen wir den in Dubbo mal aus.

Weiter ging es nach Coonabarrabran, wo wir eigentlich nur tanken wollten, dann aber gesehen haben, dass dort im Warrumbungles Nationalpark das Siding-Spring-Observatorium, Australiens (angeblich) größte Sternwarte steht. Auf dem Weg dorthin hatte Gunnar einige frei lebende Kangaroos gesehen, die wir auf dem Rückweg auf Film festgehalten haben. Die Sternwarte hat einen Besucherraum, von dem aus man das riesige Teleskop bestaunen kann, außerdem steht sie auf einem Berg, von dort aus hat man einen tollen Ausblick auf die Umgebung des Nationalparks. Dieser kleine, ungeplante Abstecher hat sich wirklich gelohnt.

Gegen 17 Uhr kamen wir in dem kleinen Ort Narrabri an. Hier war es mit 42 Grad richtig heiß. Gleich hinter der Ortseinfahrt fanden wir einen sehr schönen Campingplatz, der sehr gepflegt und sauber war. Da nur wenige Besucher dort waren, war es angenehm ruhig und wir konnten Abends, als die Temperaturen angenehm wurden, noch eine Weile draußen sitzen. Im Nachhinein können wir sagen, dass es der schönste Campingplatz auf unserer Reise war.

Unser Campingplatz

Narrabri: Highway Tourist Village & Caravan Park, 32 AU$, powered

Australien Rundreise 2012/13 – von Cooma, über Canberra nach Orange

23 Feb 2013
23. Februar 2013

Tag 14 – 09.01.2013

Cooma liegt noch relativ hoch, so dass es in der Nacht ziemlich kalt wurde. So kalt das wir aufwachten und uns einen der Schlafsäcke holten und zur Steppdecke umfunktionierten. Normalerweise reichte uns ein Laken als Zudecke im Wohnmobil aus.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem man hier in Australien nicht mit irgend Jemanden ins Gespräch kommt. Gestern, ich hatte es vergessen zu erwähnen, war es der Radfahrer, der die Pass-Straße zum Mount Kosciuszku hinaufgefahren kam und von Gunnar gefilmt wurde, heute war es auf dem Campingplatz ein 80jähriger Herr aus Belgien, der seit 19 Jahren mit seiner Frau ein halbes Jahr mit dem (eigenen) Wohnmobil durch Australien fährt und die andere Hälfte des Jahres in Belgien lebt. Er erzählte uns viel von seinen Touren, seinen Erfahrungen in Down Under und wie sich das Land in den letzten 19 Jahren verändert hat. Er gab uns auch ein paar Tipps aber hauptsächlich kam er mit uns wegen der hier im Moment tobenden Buschfeuer ins Gespräch.

Für uns sind die Feuer ebenfalls ein Thema, sind doch die meisten Nationalparks deswegen für die Durchfahrt gesperrt worden. Auch der Mount Kosciuszku NP, durch den wir gestern durch die Snowy Mountains fuhren, ist heute dicht. Auf unserer Weiterfahrt heute morgen, verdunkelten Rauchschaden den Himmel und es roch verbrannt. Im Ort Yass, in dessen Nähe wir vorbeifuhren, brannte es bereits. Insgesamt sollen hier, Tasmanien eingeschlossen, über 140 Brände wüten, die wegen der großen Hitze und der daraus resultierenden Trockenheit ausgelöst wurden. Im Landesinneren war es jetzt sogar über 52 Grad heiß, so dass für die Temperaturskala extra eine neue Farbe eingeführt werden musste.

Unser Ziel war heute Canberra, die Hauptstadt Australiens. Sie entstand am Reißbrett, weil sich Sydney und Melbourne nicht darüber einig wurden, welche der beiden Städte der Regierungssitz sein sollte. Kurzerhand wurde eine neue Stadt gegründet, die diesen Job übernahm. Canberra ist keine spannende Stadt und jeder, den wir von unserem Besuch dort erzählten, fragte uns, was wir dort wollen. Es gibt keine Skyline oder sonst irgendwelche spannenden Sehenswürdigkeiten. Das wussten wir, wollten uns aber selber ein Bild davon machen. Das kann man am besten von ganz oben und so fuhren wir als Allererstes auf den Telstra Tower in den Black Mountains, von dem man einen guten Blick auf die Stadt und ihre Umgebung hat. Danach wollten wir in den botanischen Garten, am Fuße der Black Mountains, der sehr schön sein soll, der aber wegen der Brände vorsichtshalber auch gesperrt war. Allerdings, ein paar Lizards bekamen wir dann doch im Eingangsbereich zu sehen. Bei der Hinfahrt hatten wir in der Stadt aber eine große Mall gesehen, die wir stattdessen besuchten. Hier gab es sogar einen Apple Store, und wir nutzten dort die Gelegenheit über kostenloses WLAN ins Internet zu kommen.

Nach unserem kleinen Canberra-Ausflug, machten wir uns auf den Weg nach Orange, wo wir unseren bisher günstigsten Campingplatz fanden und wo wir auch erstmal sicher vor den Feuern waren.

Unser Campingplatz

Orange: Color City Caravan Park, 22 AU$, powered

Heute gibts mal unsere dicken Eier!

23 Feb 2013
23. Februar 2013

Bestimmte Fotos zeige ich hier ja nicht, aber weils einfach zu geil ist, mache ich heute mal eine Ausnahme: Unsere dicken Eier!

dicke_eier

Es bleibt in der Familie, Teil 2

23 Feb 2013
23. Februar 2013

Im November 2011 bekam ich eine Lesebrille, da mir nach einem Arbeitstag immer der Kopf schmerzte und die Augen brannten. Schon damals hat mir die Optikerin gesagt, das ich wohl in ein bis zwei Jahren auch eine Fernbrille benötigen werde, denn das bringt der Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) so mit sich.

Nun merkte ich schon ziemlich bald, nachdem ich meine Lesebrille hatte, dass das sehen in der Ferne ohne Brille schlechter wurde und habe mich jetzt zu einer neuen Brille entschlossen. Da ich allerdings keine Lust habe, ständig zwischen zwei Brillen zu wechseln, war meine Entscheidung für eine Gleitsichtbrille bereits gefällt, bevor wir heute Morgen den Optikerladen betraten.

Wie beim letzten mal erfolgte auch jetzt ein gründlicher Sehtest, der mir noch etwas aufwendiger erschien als, bei meiner Lesebrille. Danach kam der schwierigere Part. Ich wollte eine schwarze Brille, zeitlos/modern, markant, aber nicht nerdig. Eine Gleitsichtbrille hat immer etwas größere Gläser, sie sollte aber auch nicht zu wuchtig wirken. Nach einer halben Stunde hatten wir dann das passende Gestell ausgewählt und kamen dann zu der Sonderausstattung, denn Brillen zum Nulltarif, das war ja mal. Die Gläser werden jetzt etwas aufwendiger verarbeitet als die Standardgläser und sind damit auch fasst doppelt so teuer.

In zwei Wochen darf ich die neue Brille dann abholen und bin mal gespannt, wie ich damit zurechtkomme.

Hot or not #12

22 Feb 2013
22. Februar 2013

Da ihr ja in den Kommentaren im letzten Beitrag so vehement nach Fleisch gejammert habt, hier etwas das wir lange nicht mehr hatten: Hot or not?

hotornot12

Australien Rundreise 2012/13 – von Melbourne nach Cooma durch die Snowy Mountains

21 Feb 2013
21. Februar 2013

Tag 13 – 08.01.2013

Der Morgen in Melbourne begrüßte uns grau in grau. Heute hatten wir mit ca. 644 Km das größte Teilstück unserer Route vor uns und waren uns nicht wirklich sicher, ob wir es an einem Tag schaffen würden, den es ging durch Snowy Mountains mit dem höchsten Berg Australiens, dem Mount Kosciuszku, nach Cooma. Cooma ist nur ein Zwischenstopp vor Australiens Hauptstadt Canberra. Für den Fall der Fälle hatten wir uns extra einen Puffertag eingeplant, aber wir kamen gut durch und schafften die Strecke in ca. 10 Stunden, mit diversen Film- und Fotostopps natürlich.

Wer wie wir von Melbourne nach Canberra oder Sydney fährt, wird in der Regel sicherlich den Weg an der Küste entlang nehmen und sich Fragen, warum wir mitten durch die Berge gefahren sind. Einerseits kennen wir den Weg “unten herum” an der Küste bereits, weil wir ihn schon bis Sydney gefahren sind, andrerseits bietet die Strecke durch die Berge sehr viel Abwechslung im Landschaftsbild und wer wird in Australiens Süden schon ein Skigebiet erwarten. Das ist aber wirklich so und bis in den Frühling hinein liegt hier richtig viel Schnee.

Der Weg führt ab Melbourne erst ein Mal auf dem Highway M31 über Melbourne, Seymour und Wangaratta nach Wodonga. Von dort aus geht es weiter auf der B100 (Great Alpine Road) über Tallangata, Corryong, Jindabyne (Kosciuszku NP) nach Cooma. Das Wetter war äußerst stürmisch, was in einem windanfälligen Wohnmobil nicht sehr angenehm ist. Auf der Bergstrecke ab Wodonga geht es dann durch bewaldetes Gebiet, wo durch dem Sturm jede Menge Äste und Gestrüpp auf der Fahrbahn lag.

Später, als wir den höchsten Berg Australiens, den Mount Kosciuszku erklammen wurde das Wetter aber immer besser. Landschaftlich ist die Strecke ab Wodonga wirklich wunderschön, abwechslungsreich und jedem zu empfehlen, der eine Alternative zur Küstenstrecke sucht. Es gibt viele Möglichkeiten anzuhalten, zu fotografieren oder einfach nur die Natur zu genießen. In fast jedem der Orte die man durchfährt gibt es eine Campingplatz und mit einem nicht zu großen Wohnmobil ist die Strecke durch die Berge auch gut zu fahren.

Wie es auf unseren Reisen meistens so ist, irgendwas passiert immer. Dieses Mal traf es Gunnar. Bei unserem letzten Fotostopp rutschte er so unglücklich auf grobem Schotter aus, dass er sich den rechten Arm, das rechte Bein und das Gesäß aufschrammte. Letzteres wird Tage später wohl auch noch einen großen blauen Fleck bekommen. Wir Beide bekamen aber erstmal einen großen Schreck. Zum Glück war nichts gebrochen und so wuschen wir die Wunden aus und wollten aber so schnell es geht auch eine Apotheke aufsuchen, um ein Desinfektionsmittel zu besorgen. Cooma war aber noch einige Kilometer weit weg und in einem Dorf davor war die Apotheke schon geschlossen. Also weiter nach Cooma geeilt. Auch dort hatten die Apotheken schon zu, aber in Australien gibt es auch in Supermärkten frei verkäufliche Medizin und wir fanden dort was wir suchten. Damit war Gunnar nun so gut es ging versorgt und wir konnten uns etwas beruhigter auf die Suche nach einem Campingplatz machen.

Unser Campingplatz

Cooma: Snowy Mountains Tourist Park, 29 AU$, powered

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