Weihnachten steht vor der Tür

05 Dez 2012
5. Dezember 2012

Das Jahr ist mal wieder viel zu schnell vorüber, aber je älter man wird, desto mehr kommt einen das so vor, obwohl es ja genauso lang war wie jedes Jahr. Nun steht auch schon bald wieder Weihnachten an und schon vor Wochen haben wir uns überlegt was wir dieses Jahr machen. Wie in den letzten Jahren werden wir Heiligabend nur im kleinen Kreis feiern und haben meine Mutter und meinen Bruder zum Abendessen bei uns eingeladen. Am ersten Weihnachtstag werden Gunnar und ich dann fein auswärts essen gehen.

Es gab eine Zeit, da war ich ein richtiger Weihnachtsmuffel. Ich denke es lag mit daran, das man sich jedes Jahr erneut gezwungen sah, für jeden ein möglichst kreatives Geschenk zu besorgen. Wegen eines dieser Geschenke kam es dadurch an Weihnachten auch zu einem großen Zerwürfniss in meiner Familie.

Mittlerer Weile mag ich Weihnachten wieder etwas mehr, was vielleicht daran liegen mag, dass wir uns in der Familie darauf geeinigt haben uns gegenseitig nichts mehr zu schenken. Klar das es ein kleines Mitbringsel gibt, wenn man irgendwo Besuch bekommt, aber diese können meistens gegessen oder getrunken werden und man muss sich darüber keine wirklich großen Gedanken machen. Und klar das es auch Ausnahmen gibt. So bekommen mein Vater und seine zweite Frau von uns immer einen Kalender geschenkt. Gunnar und ich schenken uns auch etwas, es sei denn es steht gerade eine große Anschaffung (oder Reise) an, die dann natürlich Geschenk genug ist.

Ich finde diese Regelung gut so, denn gerade seinem Liebsten etwas (sinnvolles) zu schenken fällt nicht immer leicht, so geht es zumindest uns. Wenn wir einen Wunsch haben, der erfüllbar ist, dann erfüllen wir ihn uns unabhängig von einem Datum im Kalender.

Was ich zu Weihnachten nicht mag ist dieser Kommerz der durch das teilweise “Schenken müssen” entsteht und das dadurch die ganze Weihnachtsstimmung verfliegt. Das merkt man besonders wenn man sich diese Tage mal in der Hamburger City aufhält. Das haben wir am letzten Samstag getan und es war brechend voll. Das Geld war bei den Leuten gerade frisch aufs Konto geflossen und musste natürlich wieder unters Volk gebracht werden. Ist ja auch richtig so, aber ich hätte am shoppen so keinen Spaß. Die wenigen Dinge die wir verschenken, kaufen wir online. In der einen Hand die Maus, in der anderen einen Becher Glühwein und im Hintergrund dudelt stille Nacht, heilige Nacht (nicht!). Das ist Weihnachten, oder?

6 Antworten
  1. Lacarian says:

    Diese Schenk-Pflicht geht mir auch ziemlich auf den Sack. Ich mag Weihnachten, wegen seiner Stimmung, wegen der bunten Farben und der Düfte. Ich bin allerdings auch der Typ, der dann etwas verschenkt, wenn er es sieht, und nicht, wenn das Kalenderblatt ein bestimmtes Datum anzeigt. Mit Freunden gehen wir dieses Jahr deshalb einfach schön essen, statt uns was zu schenken.

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  2. Lena says:

    Wir haben ebenfalls vor längerer Zeit aufgehört, uns in der Familie große Geschenke zu machen.Das gute gemeinsame Essen und beieinander sein sind uns wichtiger. Das hängt aber auch damit zusammen, das wir neben Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen auch noch meinen Geburtstag (23.12.),den Geburtstag meines Bruders (27.12.) und den Hochzeitstag meiner Eltern (29.12.) zu berücksichtigen haben.
    Ich wünsche euch dahingehend eine schöne Feier und weiterhin eine schöne Adventszeit.GLG

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    • Holger says:

      Das ist ja ein richtiger Stress zum Jahresende. Da ist es natürlich mehr als verständlich sich das Schenken abzugewöhnen. Wahrscheinlich würde ich da völlig durcheinander kommen wer, wann was bekommt….

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  3. Holger says:

    Ja das mit dem Pflicht-Geschenken haben wir auch abgeschafft .. trotzdem gibts oft immer noch irgendwas und da war schon sehr hässliches und unnützes dabei.
    Freu mich auf dieses Weihnachten weil wir mit Eltern/Schwiegereltern in Urlaub fahren :-)

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    • Holger says:

      Du triffst den Nagel auf den Kopf. Man fühlt sich verpflichtet was zu schenken, es darf natürlich einen gewissen (Preis-)Rahmen nicht überschreiten und schon kommen diese vielen kleinen Fürchterlichkeiten dabei raus, die kein Mensch brauch und die gleich nach Weihnachten wieder entsorgt werden (oder beim nächsten Schrottwichteln).

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Trackbacks & Pingbacks

  1. [...] ja überstanden, die Feiertage schaffen wir also auch noch. Wie wir sie verbringen werden haben wir hier ja bereits [...]

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