Prüfungsstress
In circa einem Monat haben wir unsere Prüfung zum Sportbootführerschein See und zwei Wochen danach zum SBF Binnen. Fast jeden Abend sind wir deshalb an Lernen, denn es ist doch irgendwie nicht ganz ohne. Wir haben ein Lehrbuch und die amtlichen Prüfungsfragen. Für die Prüfung See gibt es 342 mögliche für den SBF Binnen sogar 467 und die fragen wir uns ständig ab.

Geprüft wird alles von der Befeuerung, über die Kollisionsverhütungsregeln bis hin zur Navigation. Letztere natürlich nicht elektronisch, sondern mit Karte, Stechzirkel, Anlege- und Kursdreieck. Eine praktische Fahrprüfung gibt es neben der Theorie natürlich auch noch.
All das was man dort wissen muss hat so gut wie nichts mit den Regeln zu tun, die uns Autofahrern in Fleisch- und Blut übergegangen sind und ich glaube das macht es so schwierig. Man versucht Parallelen zu finden, die es nicht gibt. Auf See und in Binnengewässern herrschen andere Regeln und andere Begrifflichkeiten. Es ist wie eine Fremdsprache, so heißt anhalten “aufstoppen” und hinten ist “achterlich”.
Vieles werden wir wohl auswendig lernen und auch schnell wieder vergessen haben.
Hier nur mal eine eine unserer Lieblingsfragen mit der dazugehörigen Antwort:
Frage: “In welchem Fall gelten Sie als überholendes Fahrzeug?”
Antwort: “Wenn ich mich einem anderen Fahrzeug in mehr als 22,5° achterlicher als querab nähere. Im Zweifelsfall habe ich mich als Überholer zu betrachten.”





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