27. Juli 2011
13.05.2011 – Fährt man von Raleigh nach Charleston (aber auch schon etwas früher) sticht einem eines ganz besonders ins Auge: Hier gibt es viele Kirchen, sehr viele Kirchen. In manchen Dörfern steht tatsächlich eine neben der anderen.
Und eines noch: Sieht man von der Breite der Straßen und der darauf fahrenden Autos ab, kommt man sich von der Landschaft her manchmal ein wenig vor wie in Deutschland. Links und rechts dichter Wald, als wäre man im Harz oder im Schwarzwald. Die Küstenstraße führt außer im sehr touristischen Badeort Marple Beach, leider nicht am Wasser entlang, sondern ein wenig abseits davon. Nachdem wir durch Marple Beach durch sind geht es in das sehr schön anzusehende Charleston.
Die 1670 vom vom englischen König Karl II gegründete und nach ihm benannte Stadt (Charles Town) ist ein Juwel der Südstaaten, denn in ihr sind viele Gebäude des 19. Jahrhunderts erhalten geblieben und teilweise sehr schön herausgeputzt. Ihren heutigen Namen Charleston erhielt sie 1783 nach dem Unabhängigkeitskrieg. Nach ihr wurde übrigens der Tanz Charleston benannt.



Für all das hatten wir aber am ersten Tag zunächst kein Auge, denn wir waren ziemlich hungrig und wenn man sich in den Kopf gesetzt hat Pizza zu essen, wird man etwas genervt, wenn man keine Pizzeria findet. So setzten wir uns ins Auto und fuhren stattdessen zum Restaurant mit dem goldenen M. Dieses befand sich an einer Straße mit vielen Autohändlern. Um die Stimmung etwas aufzulockern hielten wir nach dem Essen bei einem Chevrolet-Händler an, um uns den neuen Camaro anzuschauen. Es war mittlerweile 20:30 Uhr und so dachten wir, uns in Ruhe umschauen zu können. Aber Pustekuchen, der Händler hatte noch geöffnet und noch ehe wir aus unserem Wagen ausgestiegen waren, hatten wir einen tüchtigen Verkäufer an der Backe. Obwohl ich ihm erklärte, dass wir aus Deutschland kämen und nur mal schauen wollten, fing er gleich an uns über die Unterschiede der verschieden Modelle aufzuklären und wollte uns gleich die Schlüssel unseres bevorzugten Modells holen. Sicherlich hätten wir auch eine Probefahrt machen können, wir schickten den Verkäufer aber erstmal zu seinen Kollegen und fuhren kurz danach auch wieder zurück ins Hotel.
14.05.2011 – Mit einem guten Frühstück im Magen, das es im Holiday Inn sogar zu einem sehr annehmbaren Preis gab, erkundet sich jede Stadt am besten und so machten wir uns danach auch noch mal auf in die City von Charleston, um uns alles in Ruhe anzusehen.
Da die Stadt sehr überschaubar ist, parkten wir etwas außerhalb und machten uns dann zu Fuß auf nach Down Town.




In der Stadt gibt es sehr viel zu sehen und auch zu shoppen. Die alten, oftmals sehr gut erhaltenen Häuser im typischen Südstaatenstil schaffen eine angenehme Atmosphäre und laden zum fotografieren ein, aber auch derjenige, der einfach nur gerne durch schöne , teilweise sehr edle Läden schlendert, wird nicht enttäuscht.
Ein typisches Mitbringsel aus dieser Gegend sind die handgearbeiteten, oft sehr schönen Korbflächtereien, die es hier über all an der Straße und in den Markthallen der Market-Street zu kaufen gibt, wo sie auch zum Teil direkt vor den Augen der Touristen gefertigt werden.



Ein kleines Juwel, an dem wir fast vorbei gelaufen wären, ist der verwilderte Friedhof der Unitarian Church mit seinen sehr alten Gräbern auf dem tropische Pflanzen wachsen. Den Eingang in der Kingstreet (nahe Queensstreet) übersieht man fast. Nur ein kleines Schild an dem schmalen Gang weist darauf hin.
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