24. September 2007
Am vergangenen Samstag, das Wetter war prächtig, machte sich nahezu die ganze Familie auf, um Gunnar, Dominic und mich dabei zu beobachten, wie wir uns vor Angst in die Hose machen. Ganz so schlimm war es dann aber doch nicht. Die Hosen blieben sauber, aber das Herz pocherte schon manches mal ganz kräftig und pumpte mir zeitweise sämtliches Blut aus dem Gesicht.
Die erste Übung war noch einfach: Rein ins Geschirr und auf die ca. 12 Meter hohe Plattform geklettert. Hier oben angekommen kurz die schöne Aussicht genießen und auf zur zweiten Übung, die man sich natürlich selber aussuchen konnte. Wir wählten die vermeintlich Einfachste aus: einen Stamm von ca. 20 cm Durchmesser und 5 Metern Länge gallt es zu überqueren. Wir dachten, der wackelt nicht so, wie irgendwelche Seile. Was wir nicht bedachten: das Einzige woran wir uns beim Überqueren klammern konnten waren wir selbst und das ist verdammt wenig.
Gunnar stolzierte fröhlich drauf los und mir schwand die Farbe aus dem Gesicht als auch ich los sollte. Nach ein wenig Bedenkzeit ging dann auch auch ich rüber und kurze Zeit später Dominic.
Weiter ging es durch ein frei hängendes Netz und weiteren Bösartigkeiten, wie z.B. das Hangeln durch an Seilen aufgehängten Autoreifen. Natürlich ist man immer gesichert und es kann eigentlich nichts passieren, aber die Psyche denkt manchmal nicht soweit, oder lässt der Panik den Vortritt.
Entspannender war dann eher das Abseilen aus 18 Metern Höhe vom “Team-Tower” den man zuvor durch eine Hängebrücke erklommen hat.
Danach war aber lange noch nicht Schluss, denn die Junks vom Hochseilgarten Malente hatten sich noch zwei spaßige Sachen für uns ausgedacht. Zum Beispiel ein freistehender, 8 Meter hoher Stamm, den man zuerst hochklettert, sich dann oben drauf stellt, aufrichtet und um 180 Grad dreht, der natürlich nicht einfach nur dasteht, sondern auch etwas wackelt und von dem man dann einfach wieder runterspringt.
Oder aber der “Gigant-Swing” eine Riesenschaukel, in die man zuerst auf schätzungsweise 15 Meter hochgezogen wird um dann selbst die Sicherungsleine zu ziehen, was einen unvermittelt durch die beiden Masten der Schaukel schießen lässt.
Das ganze Training hat ca. 3,5 Stunden gedauert und wirklich viel Spaß gemacht, auch wenn ich mich manchmal fragte, was ich da eigentlich mache. Missen möchte ich dieses Erlebnis auf keinen Fall.
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