25. Februar 2007
Da hier in der letzten Wochen keine freudigen Nachrichten erschienen, könnt Ihr Euch sicherlich denken, dass das irgendwie seinen Grund hat und das dieser möglicherweise mit dem neuen Job zu tun haben könnte.
Wenn ich abends zwischen 18:00 und 19:00 Uhr (Donnerstag war es 21:15 Uhr) nach hause komme, habe ich leider keine Muße mehr was zu schreiben, oder andere Blogs zu lesen. Das tu ich meistens in der ¾ Stunde, die ich morgens noch habe, bevor ich dann los muss.
Leider komme ich nach nunmehr 7 Arbeitstagen immer noch nicht zu der Erkenntnis, mit meinem Jobwechsel die richtige Wahl getroffen zu haben. Die Arbeit ist nicht gerade schwer und ich stinke abends nach dem Heimkommen nicht nach Qualm, aber ich bin schlecht drauf. Die Kollegen, mich eingeschlossen, sind einem sehr großen Erfolgsdruck seitens der Geschäftsleitung ausgesetzt. Das äußert sich dann darin, dass einige auf Ihrem Konto schon mehr als 400 Überstunden in nicht mal 8 Monaten angehäuft haben. Überstunden können weder ausgezahlt, noch abgebummelt werden. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen wenn ich nach 9 Stunden reiner Arbeitszeit nach hause gehe. Ich frage mich ob das normal ist. Loyalität und Einsatz für die Firma ist ja ok, aber wenn dabei das Privatleben drunter leidet?
Wie gesagt, die Arbeit ist nicht schwer, sie ist eher eintönig und frustriert, weil sie auf eine ganz bestimmte Weise gemacht werden muss und das ist schon sehr gewöhnungsbedürftig, besonders wenn man schnellere Ergebnisse gewohnt ist.
Was mache ich eigentlich?
Ich erstelle aus fertigen Layouts Templates für ein neuartiges Shopsystem. Mit dem klassischen Webdesign wie ich es kenne, hat diese Arbeit auf jeden Fall nicht mehr viel zu tun. Vielleicht störe ich mich auch einfach daran und bin deshalb so frustriert.
Wir hatten uns letztens schon darüber unterhalten woran es noch liegen könnte, das ich mich so fühle wie ich mich fühle und warum ich zumindest in der Woche keine Nacht richtig durchschlafe und die ganze Zeit an den Job denke. Vielleicht habe ich mich im letzten Jahr zu sehr daran gewöhnt zu hause zu sein, den Haushalt zu schmeißen und von hier aus zu agieren…
In der Tat würde mir ein HomeOffice- oder Freelancer-Job jetzt viel mehr liegen. Gerade in der jetzigen Firma wäre das, sobald ich mich mit dem System besser auskenne, sogar technisch möglich. Ob die Geschäftsleitung das auch so sieht weiß ich nicht, ich glaube eher nicht.
Ich hoffe für mich und vor allem für die Menschen die derzeit meine Laune ertragen müssen, dass ich mein Leben bald wieder in den Griff bekomme, denn so ist es für alle Beteiligten doch ziemlich anstrengend. Und Ihr lest hier dann endlich mal wieder was anderes, als meine blöden Jobgeschichten.
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