Monatsarchiv: November, 2006

Sugar Baby Love

30 Nov 2006
30. November 2006

Posi+ive

30 Nov 2006
30. November 2006

Machs mit!

30 Nov 2006
30. November 2006

Morgen ist Welt-Aids-Tag. Es ist ein Tag an dem wir der Toten gedenken, die das HI-Virus dahingerafft hat, aber es ist auch ein Tag an dem wir zum Nachdenken aufgefordert werden. Nachdenken über unser Tun, wenn es um die schönste Nebensache der Welt geht. Nachdenken darüber, wie viele Menschen noch leben könnten, wenn man auch beim Sex seinen Verstand einsetzt.

Es wird wieder viele Beiträge in den Medien zum Thema geben und wenn man sich so umschaut ist das leider auch bitter nötig. Die Menschen ernähren sich gesund, lassen sich gegen Grippe und allen möglichen Krankheiten impfen, damit sie geschützt sind, aber beim Vögeln lassen viele den Schutz einfach weg. In manchen Ländern die von Aids besonders betroffen sind fehlt es an Aufklärung, aber bei uns doch nicht. Jeder in unserem Land sollte doch wissen wie gefährlich dieses Virus ist und wie man sich effektiv davor schützen kann.

*Aber leider sagen die Zahlen etwas ganz anderes:*
In Deutschland waren Ende 2005 ca. 49.000 Menschen mit HIV infiziert – 62% aller Neuinfektionen in Deutschland betrafen Schwule bzw. Bisexuelle Männer, aber Aids betrifft uns alle, ob Hetero, Bi oder Homo. Im ersten Halbjahr 2006 lagen die Neuinfektionen in Deutschland bei 1.197 gemeldeten Fällen, davon 96 allein in Hamburg.

Leute passt auf Euch auf. Denkt nach und nicht nur über das, was Ihr zu Eurem nächsten Date drunter zieht, sondern auch, dass Ihr was drüber zieht!

Vor allem glaubt nicht alles was Eurer Date Euch erzählt, sondern benutzt Euren Verstand: machts nur mit Gummi!

Es soll hier nicht der Eindruck entstehen, dass AIDS allein ein Problem von Schwulen ist, es betrifft jeden von uns. Männer, Frauen und in den armen Ländern dieser Erde besonders viele Kinder. Ich möchte auch nicht mit dem erhobenen Zeigefinger vor Euch stehen.
Mit diesem Beitrag möchte ich also nicht pauschalisieren oder klugscheißen, sondern einfach klar machen das die Gefahr von HIV/AIDS nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf.

Wenn unsere Politik also schon die Forschung und Prävention immer weniger unterstützt, dann solltet zumindest jeder von uns dazu beitragen, dass sich die Seuche nicht weiter ausbreitet.

Weihnachtsbäckerei

30 Nov 2006
30. November 2006

Der Rezepteblock braucht mal wieder Eure Unterstützung.

Weihnachten naht mit riesen Schritten und es wird langsam Zeit sich auch kulinarisch darauf einzustellen. Der Rezepteblock braucht dringend Eure Weihnachtsrezepte (Plätzchen, Kekse, Stollen, ganze Menüs, etc.).

Wer also gerade am Backen ist und vielleicht auch noch eine Digikam dabei hat, schicke uns doch das Rezept und wir bringen es im Rezepteblock unter. Natürlich könnt ihr auch gleich direkt Autor werden, dann schickt uns bitte eine Mail.

Mein neuer Job

29 Nov 2006
29. November 2006

Etwas Neues anzufangen ist immer spannend und aufregend und wer wie ich am Freitag genau 9 ½ Monate Hausmann war, für denn ist es natürlich auch eine große Erleichterung, sein Geld nicht mehr von der AfA zu bekommen, sondern von seinem neuen Arbeitgeber. Natürlich gibt es auch viele Fragen, die ich mir aber nur selber nach und nach im Arbeitsalltag beantworten kann.

Genau wie an dem Tag an dem ich meine Kündigung bekam, wird auch der kommende Freitag wieder eine große Veränderung bedeuten. Das macht mir wohl am meisten Bauchkribbeln. Zwangsläufig stellt sich der Alltag nämlich auch auf Arbeitslosigkeit ein und je länger diese dauert, desto mehr gewöhnt man sich daran. Zwar bin ich nicht bis in die Puppen im Bett geblieben, sondern wie immer mit Gunnar um 6:00 Uhr aufgestanden, aber der Rest des Tages sah halt ganz anders aus, als der von meinem Mann: Jobbörsen durchforsten, den Haushalt erledigen, Bewerbungen schreiben, einkaufen, weiterbilden u.s.w.. Die Hausarbeit zum Bespiel, die wir sonst am Wochenende bewältigt haben, habe ich mir in Häppchen auf die Woche verteilt. Das war auch völlig ok, hatte ich doch genug Zeit. So war das Wochenende für andere Aktivitäten frei. Wenn ich jetzt wieder arbeite, wird der Samstag oder Sonntag wieder zum Putztag werden.

Ich hoffe natürlich, dass ich nach der Arbeit noch Zeit und Muße habe, dieses Blog hier zu füllen, aber das wird schon klappen.

Wie gesagt, es wird sich einiges ändern, aber das sind, und da bin ich sehr froh drüber, nur Kleinigkeiten. In der heutigen Zeit, sollte man froh sein einen Job zu haben und wenn er dann auch noch Spaß macht, was sich natürlich erst noch herausstellen muss, umso besser.

Die letzten zwei Tage zuhause werde ich auf jeden Fall noch genießen und an einem Freitag anzufangen ist ja auch nicht das Schlechteste. Mein neuer Arbeitgeber handelt übrigens mit Booten und ich werde mich hauptsächlich um die Webpräsenz und den Webshop dort kümmern.

Wo sind die Traditionen?

28 Nov 2006
28. November 2006

Ich kann mich daran erinnern, dass Weihnachten für mich als Kind immer das Größte war. Vor allem weil alles, außer den Überraschungen, vorhersehbar war.
Die Vorweihnachtszeit begann damals tatsächlich erst im Dezember. Die Wohnung wurde dann geschmückt und an den Adventssonntagen gab es Weihnachstgebäck. Die Familie rückte etwas enger zusammen, aber teilweise wurde es auch hektisch, denn die Geschenke mussten gekauft, eingepackt und vor allem vor mir versteckt werden. Als kleiner Bub brauchte ich selber natürlich nichts schenken. Manchmal malte ich aber ein Bild oder bastelte Gutscheine, für 1 mal abwaschen, Müll runter tragen oder lieb sein.

Am Heiligen Abend stellte mein Vater den Baum auf, der bis zu dem Tag auf unserem Balkon lag und hängte die Lichterkette hinein. Dann wurde es für meinen Vater Zeit aufzubrechen, denn er und manchmal auch ich fuhren nach Quickborn, was mit öffentlichen Verkehrsmitteln aus Hamburg-Lohbrügge eine halbe Weltreise war. In Quickborn wohnte meine Oma und die besuchten wir dort nicht, sondern holten sie ab, weil sie die Weihnachtstage über immer bei uns verbrachte. Die Zeit die wir für diese Aktion brauchten, nutzte meine Mutter um den Baum fertig zu schmücken und das Essen vorzubereiten. Es gab meistens Fischfilet mit selbst gemachtem Kartoffelsalat. Als wir mit meiner Oma zuhause ankamen, durften wir natürlich noch nicht in das Wohnzimmer, sahen aber schon das Glitzern des Baumes durch die Scheiben in der Tür. Lange mussten wir nicht warten, denn um 17:00 Uhr ging die Tür auf.

Was aber jetzt ziemlich fies war: es gab noch keine Geschenke. Die lagen zwar alle schon unter dem Baum, aber erstmal wurde gegessen. Ich wurde währenddessen richtig zappelig. Aber irgendwann durfte ich dann aufstehen und die Geschenkpapierschlacht begann.

Am ersten Weihnachtstag blieb die Küche kalt, denn wir aßen zu Mittag im Block-House. Da freute ich mich schon Wochen vorher drauf, da es damals noch was ganz besonderes war. Ich aß immer ein kleines Filet, durch, mit Kartoffel, Sourcreme und einen Salat vorweg. Lecker!

Am zweiten Weihnachtstag brachte mein Vater dann immer meine Oma wieder nach Hause. Natürlich ohne mich, denn ich musste ja meine neuen Spielzeuge ausprobieren.

Das ging über viele Jahre so. Als sich meine Eltern dann scheiden ließen war es vorbei mit der Tradition. Ich wurde älter und Geschenke waren meist keine Überraschungen mehr, da man sich das ja eh gewünscht hat. Von meinem Vater gabs dann immer Geld. Das mit dem Geld ist heute noch so. An dieser Tradition hat sich nichts geändert. Das mit den Geschenken haben wir auch abgeschafft. Außer in diesem Jahr schenken nur noch Gunnar und ich uns was (naja und der Scheck von meinem Dad kommt noch). Daran will ich auch fest halten, denn sonst fehlt irgendwie was. Ich schenke nämlich ziemlich gerne.

Heute Morgen hörte ich bei Radio Hamburg das erste mal in diesem Jahr ein Weihnachtslied. Ich schaute mich um und fand noch nichts Weihnachtliches außer einem Adventskalender bei uns. Es ist noch nicht mal geplant was wir Weihnachten machen, wann wir wo sind und wann wer bei uns zu Besuch ist. Deshalb fehlt auch das Weihnachtsfeeling noch, aber eigentlich sehne ich mich danach zurück. Nach einer gewissen Familientradition, nach einer richtig gemütlichen Vorweihnachtszeit, mit allem was dazu gehört.

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