Monatsarchiv: Juli, 2005

Erleuchtung Teil 1 (Bad und Arbeitszimmer)

31 Jul 2005
31. Juli 2005

Als erstes ging heute uns im Bad ein Licht auf, bzw. das Licht an. Am schwierigsten war es zu ermitteln wo die Lampen denn positioniert werden sollten. Ob das denn angesichts der über dem Rigips verlaufenden Balken auch möglich ist, stand wiederum auf einem anderen Blatt.

Als wir dann die richtigen Positionen gefunden hatten, wurden mit einer Lochsäge die Bohrungen gemacht. Dabei mussten wir aufpassen nicht die Dampfsperre zwischen Rigibs und Dämmwolle zu beschädigen.

Die Einbaustrahler wurden in spezielle “Dosen” gesetzt, die verhindern sollen, das später die Dämmwolle direkt auf den heißen Lampen liegt.

Gunnar übernahm hockend und liegend die Montage auf dem Dachboden. Eine sehr warme und staubige Angelegenheit, da er an den Stelle, wo die Lampen eingebaut wurden, die Dämwolle hochnehmen musste.

Wegen der Höhe der Dosen, schnitt Gunnar die Dampfsperre kreuzweise ein und klebte sie anschließend mit Tape an die Dosen. Die Öffnungen an der Einbaudose wurde ebenfalls alle geschlossen. Danach legte er die Dämmwolle wieder an Ihre Position zurück.

Ich bin wirklich gespannt ob es da oben nicht doch zu heiß wird, aber diese Methode wurde uns vom Elektriker empfohlen.

Soll man lügen?

30 Jul 2005
30. Juli 2005

Bevor wir heute Abend vom Essen nach Hause fuhren, wollten wir noch einen Abstecher in ein Neubaugebiet machen, um mal zu schauen, wie andere ihre Einfahrten bauen.

Wir landeten aber unter anderem auch in einem Gebiet, in dem überwiegend einheitliche Reihenhäuser (“Karnickelställe”) und immer wieder identische Doppelhaushälften entstanden sind.

Wir betrachteten gerade eine Einfahrt eines Hauses, als ein Auto neben uns hielt. Die Frau lies das Seitenfenster herunter und mein Mann tat es ihr gleich, worauf sich folgender Dialog entwickelte:

Sie grinsend: “Schönes Haus, oder?”, darauf mein Mann: “Ehrliche Antwort?” Sie: “Ja, natürlich.” Gunnar: “Nein, überhaupt nicht”, darauf sie: “Darf ich dann trotzdem in meine Einfahrt?”

Upsss….

Kleines Fliesenupdate

29 Jul 2005
29. Juli 2005

Dass hier lang nichts Neues mehr kam, heißt nicht, dass bei uns nichts passiert. Unser Fliesenleger, der übrigens ganz alleine arbeitet, ist fleißig dabei, unsere Wünsche zu erfüllen. Wir gehen mal davon aus, dass heute das Erdgeschoß fertig werden wird. Das sind dann immerhin 84 m² verteilt auf etliche Ecken und Räume, die diagonal mit Steinzeug beklebt werden müssen. Das dauert natürlich seine Zeit, aber wir sind sehr zufrieden.

Einen kleinen Einblick gibt das Foto des Durchgangs, den mal eine Doppelflügeltür zieren soll, wieder. Ich kann mir übrigens ziemlich genau vorstellen, dass dazu ein ganz bestimmter Kommentar nicht ausbleibt. Welcher das sein wird verrate ich natürlich noch nicht, aber die Antwort dafür habe ich schon parat.

Haarige Angelegenheit

29 Jul 2005
29. Juli 2005

GMX bietet ist nicht nur eMail, sondern lässt einem durch sein Nachrichtenportal auch gleich am Weltgeschehen teilhaben. Auch Fit- und Wellness, Gesundheit und Erotik sind dort ein Thema.

Vorgestern widmete sich GMX u.a. dem Thema Körperbehaarung, bzw. wie das Fusselzeug ordnungsgemäß zu entfernen sei. Dabei ging man nicht nur auf die Damenwelt ein, denn auch Männer pflegen neben Bart- und Kopfhaar, oft auch jenes an meist verdeckten Körperstellen. Da dies durchaus Sinn machen kann, hier eine kleine Zusammenfassung.

*Gesicht*
Im Gesicht wird als gründlichste Rasur die Nassrasur empfohlen. Weil es die Haut aber auch am meisten reizt, ist bei empfindlicher Haut die Trockenrasur angebrachter.
Von Zeit zu Zeit nimmt der Mann gern auch ein Gesichtspeeling zur Hand, das schrubbelt tote Hautzellen runter und macht die Wangen wieder lecker pfirsichzart. Die so etwas unruhig gewordenen Haut wird nach Rasur und/oder Peeling am besten wieder mit einer Lotion oder einem Aftershave besänftigt.

*Nase und Ohren*
Haare wachsen gerne auch aus Nase und Ohren, aber die geübte Hand lässt auch diese mit einer Nagelschere schnell wieder verschwinden. Wer da ein wenig ängstlich ist, nimmt einen Nasenhaarschneider.

*Achseln*
Wir wissen ja, dass allzu üppiges Wuchern der Achselhaare besonders im Sommer zu unschönen Begleiterscheinungen auf Kleidungsstücken und zu Geruchsbelästigung der Umwelt führen kann. Also weg mit dem Zeug. GMX weiß, das dies der Metromann gerne tut. Wir wissen, dass der schwule Mann, der es nicht tut, eher selten ist, das es aber eigentlich jeder machen sollte. Am besten aber nicht komplett rasieren. Kürzen auf einen Zentimeter reicht, sieht netter und wie GMX meint männlicher und gepflegter aus. Neben schont es auch noch die empfindliche Achselhaut.

*Brust*
Hier zitiere ich mal:

Die Behaarung eines männlichen Oberkörpers ist reine Geschmackssache. Je nach Statur, Muskelkontur, Alter oder Haarbeschaffenheit sehen Brusthaare bei manchen männlich und sexy aus und bei anderen Männern nicht.

Wenn hier die Haare entfernt werden sollen, ist Wachs die wirkungsvollste Methode, da die Rasur schon nach kurzer Zeit pieksige Stoppeln bildet.

*Rücken und Schultern*
Reine Geschmackssache – und wenn wir schon beim Wachs sind ist es auch hier die beste Methode. Am besten von Eurem Schatz dabei Helfen lassen, dann haben beide was davon.

*Intimbereich*
Selbst den Intimbereich des Mannes lies man in dem Bericht nicht aus, Da ganz enthaaren hinterher immer ein wenig nach Suppenhuhn ausschaut, empfiehlt man das stutzen mit dem Langhaarschneider auf das gewünschte Maß. An den Sack lässt man angeblich auf gar keinen Fall eine Klinge, sondern nur Enthaarungsschaum. Dabei ist zu beachten dass der Schaum nicht mit der empfindlichen Eichel in Berührung kommt, sonst Aua! Weiter wollte GMX nun aber wirklich nicht vordringen, uns so liegt es an northerndelight.de hier die Lücke zu schließen: Sehr vorsichtiges Kürzen mit dem Nassrasierer funktioniert wohl in der hintersten Ecke des Mannes immer noch am besten.

*Beine*
Sportler rasieren sich gerne die Beine, da das aerodynamischer macht und sie besser zu massieren sind. Andere Gründe kann ich dafür nicht erkennen. Sexy finde ich es bei Männer eher nicht, besonders wenn die Beine käseweiß sind. Wenn es dann doch sein muss, dann lieber Wachs statt Rasierer, denn auch hier sehen Stoppeln nicht wirklich schön aus.

Ob und wie viel seiner Haarpracht Mann entfernt ist natürlich Geschmackssache und ein Mann der sich zum Beispiel die Achseln rasiert ist auch nicht gleich immer schwul oder metro, sondern tut es vielleicht einfach nur, weil es ihm gefällt.

Boys of Summer: Édouard Collin

27 Jul 2005
27. Juli 2005

Ein Gastbeitrag von Herrn Exit

Solange der Sommer noch pausiert, sollte man die Gelegenheit nutzten und einen kleinen Abstecher zu den Meeresfrüchten (Crustacés et coquillages) im Kino machen. Nicht nur, dass man eine turbulente und vor allem französische Liebesgeschichte sieht, es ist der erste Film für den französischen Newcomer Édouard Collin (nebenstehend rechts im Bild), der den schwulen Freund von Charly spielt, von den Eltern als der neue Lover des eigenen Sohnes gehalten wird, dabei ist der Sohn hetero. Bref.* Tolle Story und tolle Ansichten! Wenn Herr Collin, die Hände lässig in die Hosentaschen vergraben, über den Hof schlendert, dann hat sich der Eintritt bereits gelohnt.

Ein neuer Film soll auch schon gedreht werden und im März in die französischen Kinos kommen: Les Irréductibles von Renaud Bertrand, mit Jacques Gamblin, Anne Brochet und Kad.

Über Édouard Collin findet man bisher wenig Informationen im Netz, aber in Foren wird doch wild diskutiert. So liest man, er wohne im 11. Bezirk in Paris und man sähe ihn im Queen, was Edouard bestreitet!

*_frz. für “kurz gesagt”_

Hurz!

27 Jul 2005
27. Juli 2005

Gerstern wohnten wir, einem im Rahmen des Schleswig Holstein Musikfestivals stattfindenden Konzertes, der “Kings Singer’s”, auf dem Schloss Wotersen bei. Dieses Vokal-Sextett war uns vorher gänzlich unbekannt und so vertrauten wir der Aussage, dass die Jungs ein breiter Repertoire von Klassisch bis Pop haben, so wie es auch auf deren Website zu hören ist. Voller Spannung erwarteten wir also in der herrschaftlichen Reithalle, des etwas heruntergekommenen Gutes, einen abwechslungsreichen Abend.

Allerdings erinnerte uns das, was ab kurz nach 20:00 Uhr auf unsere Ohren traf dann eher an einen “Hurz” und wir vermuteten, dass jeden Moment einer der Barden auf der Bühne seine Perücke hebt und Hape Kerkeling zum Vorschein käme. Das geschah aber nicht und auch das auffällige asthmaähnliche Keuchen eines in den alten Balken der Scheune wohnenden Tieres tat nicht wirklich dazu bei, dieses Ereignis erträglicher zu machen. Die sehnlichst von uns erwartete Pause, nutzten wir dann auch dazu uns ins Cabrio zu setzen, die Königlichen Sängerknaben hinter uns zu lassen und in einem wirklich schönen Sonnenuntergang nach Hause zu cruisen. Wir hätten schon auf der Hinfahrt stutzig werden sollen, denn das Navi wollte uns partout nicht den Weg nach Wotersen zeigen.

Kleine Anmerkung noch zum 1986 ins Leben gerufene Festival selbst. Meines Wissens war es Ziel der Veranstalter, einem breiten Publikum die klassische Musik näher zu bringen. Deshalb brachte man die Künstler von der Stadt aufs Land und sorgte durch die Unterstützung von Land und Sponsoren dafür, dass sich die Eintrittspreise deutlich von denen in den städtischen Konzerthallen unterschieden (schließlich sitzt man hier in Scheunen und Ställen auf Holz- oder Platikgestühl). Wie es früher war weiß ich nicht, aber beim gestrigen Konzert lagen die Preise zwischen 20 und 49 Euro pro Person, was ich dann doch als zu hoch ansehe.

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