Unsere Hochzeit

05 Jul 2004
5. Juli 2004

Und dann kam Tony

Der Tag unserer Hochzeit, war ein Tag voller Überraschungen, ein Tag den wir nicht so schnell vergessen werden auch wenn sicherlich noch ganz viele solch schöner Tage kommen werden.
Aber mal der Reihe nach, denn ich glaube Ihr wollt alles ganz genau wissen.

Eine Woche vorher
Für einen solchen Tag, besonders wenn man beim Standesamt etwa 20 und am Abend an die 40 Gäste erwartet, gilt es so einiges vorzubereiten. Natürlich fingen diese Vorbereitungen nicht erst so spät, sondern schon Monate vorher an, eigentlich an dem Tag, an dem Gunnar mir den Antrag machte. Eine Woche vorher begann aber die “heiße Phase” an dem die letzten Punkte der Hasenhochzeit-Checkliste abgehakt werden mussten. So haben wir alle Deko-Materialien besorgt, Lebensmittel, Getränke und Knabbereien eingekauft, Torte und Brot bestellt und sind beim Friseur gewesen. Außerdem haben wir Musik für die Feier zusammengestellt und den Nachbarn bescheid gesagt, dass es am 02.07. etwas lauter werden kann.

Eigentlich waren wir die letzten Tage vor der Hochzeit nur am Einkaufen und haben jeden Tag irgendwelche Dinge zu Gitta und Jimmy gefahren. Die Beiden waren aber auch die ganze Zeit in Aktion und machten u.a. den Garten noch schöner als er sowieso schon ist.

Ein Tag vorher
Wir hatten beide von unseren Firmen schon frei bekommen, Gunnar musste lediglich am Donnerstagmorgen noch kurz mal hin. Ich kam mit ihm ins Büro und wartete so lange bis er fertig war. Danach fuhren wir zur Autovermietung und holten einen Transporter ab, in dem wir dann beim Party-Service Zelt, Bänke, Tische, Geschirr und einen großen Grill einluden. Das alles brachten wir zu Gitta und Jimmy und dann den Wagen wieder weg. Danach musste Gunnar los um meine Mutter um 13:00 Uhr vom Bahnhof abzuholen. Auf dem Weg brachte er auch gleich das Fleisch vom Geflügelhof Neumann mit. Gitta bereitete schon die Salate und Nachspeisen vor. Als Gunnar wieder da war und auch Wolfgang und Jimmy kamen, bauten wir das Zelt, Bänke uns Stühle auf. Das Wetter war durchwachsen wie die letzten Wochen auch, aber wir konnten es ja eh nicht ändern und hofften einfach das unsere Gäste das auch so sehen werden.

Am Abend, als das Zelt und auch die Musikanlage stand, als alle 200 Ballons für die Dekoration aufgepumpt waren, und als auch unsere Trauzeugen Jörn und René ankamen, hatten wir eigentlich vor, aufs Weinfest zu gehen. Das dachten wir zumindest. Unsere Familie hatte aber anderes mit uns geplant. So gingen wir also erstmal ins Zelt und machten eine Flasche Sekt auf. Dass noch ein paar Gäste kamen wunderte mich nicht, so was kommt hier öfter mal vor. Nach dem wir angestoßen hatten, bat man uns nach vorne in die Einfahrt zu gehen und da ahnte ich was passieren wird: Polterabend!
Alle hatten Ihr altes Geschirr mitgebracht und auch ein Waschbecken musste daran glauben. Britta und Dominic sorgten dafür, dass die Scherben auch schön über die ganze Einfahrt verteilt wurden, schließlich sollten wir ordentlich was zu tun haben. Nachdem wir alles zusammengefegt und in die Schubkarre geschaufelt hatten, ließen es sich die Beiden nicht nehmen, diese noch einmal umzukippen, nur damit wir den ganzen Spaß noch mal von vorne hatten.



30 Minuten vorher
Das Wetter war recht gut, die Sonne schien, es war warm und trocken. Am Tag zuvor hatten wir abgemacht das Gitta und Jimmy uns um 10:30 Uhr abholen werden. Weil wir schon fertig waren, standen wir auf dem Balkon. Plötzlich, ich traute meinen Augen nicht, fuhr eine weiße Stretchlimousine bei uns vor. Die Familie kam auch, aber mit Ihren Privatwagen. Unten erklärte uns Gitta “Das ist Tony und er ist zwei Stunden für Euch da.” Tony brachte uns aber natürlich erst einmal zum Standesamt. Jetzt wurden wir beide langsam aber sicher immer aufgeregter.
Unsere Gäste warteten am Standesamt bereits auf uns. Auch die Presse (Pinneberger Tageblatt und Hamburger Abendblatt) waren dort. Ein paar Passanten blieben stehen und schauten zu.
Wir begrüßten erst mal alle und gingen dann ins Trauzimmer. Unsere Standesbeamtin wartete bereits auf uns.

Die Trauung war wunderschön, weder kitschig noch langweilig, das hat sie einfach klasse gemacht. Für unsere Standesbeamtin war es die erste Lebenspartnerschaft, die sie traute. Zuerst las sie ein paar Formalien vor, bevor es persönlicher wurde. Sie erzählte von uns und wie wir uns kennen gelernt hatten. Es folgte ein Gedicht aus “der kleine Prinz”. Dann mussten alle aufstehen und wir bekamen endlich die Frage aller Fragen gestellt. Nach dem Ja-Wort kamen die Ringe. Renè reichte das Tablett zuerst mir. Ich war froh das ich den richtigen Ring gegriffen hatte, denn sie sehen beide natürlich gleich aus, Gunnar’s ist lediglich eine Nummer größer. Als wir uns dann danach küssen durften, fiel mir ein Stein vom Herzen und die ganze Aufregung von mir ab. Wir waren verheiratet, ganz offiziell!

Es war vollbracht. Die Presse durfte noch ein paar Fotos machen und es gab für alle ein Glas Sekt. Danach wurden draußen noch ein paar Fotos geschossen und Fragen vom Hamburger Abendblatt beantwortet, bis wir dann wieder in unsere Limousine stiegen und zur Drostei fuhren, um die Familienfotos zu machen. Dann ging es nach Hause, denn wir hatten ja noch einiges für die Gartenparty am Abend vorzubereiten.






Gitta und Jimmy hatten aber erst noch einen kleinen Empfang mit Kaffee und Schnittchen vorbereitet. Dann ging’s aber los: Raus aus den guten Anzügen und rein in bequemere Sachen, und alles für den Abend fertig gemacht. Klar dass wir alles rechtzeitig geschafft haben.

Die Party
Den ganzen Nachmittag war das Wetter schon sehr wechselhaft, teilweise mit heftigen Regenschauern. Nach und nach trafen alle Gäste ein und es blieb zumindest jetzt trocken. Wir sprangen von einem Gast zum anderen. Schließlich wollten wir mit jedem mal einen kleinen Plausch halten.

Als alle da waren, baten wir zum Essen. Britta, Tina und Dominic grillten für alle zweierlei Putenschnitzel und Würstchen, dazu gab es am Buffet, Salate, Sourcreme ;-) und Brot und zum Nachtisch Mousse au Chocolate und Vanille Mousse.

Als kleine Highlights hatten wir uns den Start von ca. 100 Luft-Ballons ausgedacht. Von Laura hatten wir sechs Sylvesterraketen geschenkt bekommen und ließen diese bei Einbruch der Dunkelheit auch noch starten. Zwischendurch gab es noch zwei Spiele, die man sich für uns ausgedacht hatte.




Gegen 3:00 Uhr nachts, als die letzten Gäste gegangen waren, machten auch wir uns auf den Weg nach Hause. Geschafft aber glücklich und ein kleinwenig angeschickert fielen wir ins Bett und schliefen sofort ein (womit wohl eine scheinbar sehr wichtige Frage beantwortet wäre).

Wir möchten uns auf diesem Wege schon mal bei allen Gästen und Helfern bedanken, ganz besonders auch bei Gitta und Jimmy, dass wir in ihrem Garten feiern konnten.

4 Antworten
  1. Steffi says:

    Hach, schön zu lesen!
    Alles sooo romantisch und einfach nur süüüß! Seufz
    Wünsche Euch beiden auf jeden Fall alles Gute & Liebe!

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  2. Chrissy says:

    Hey, wie schön!
    Ich möchte gerne genauso heiraten. Vor allem die Party im Garten, mit großem Zelt und gaanz vielen Luftballons und Raketen…
    Genau so stelle ich mir das vor.
    Werde gleich meinem Schatz diese wunderbare Liebesgeschichte zuschicken.
    Danke!
    Euch beiden weiterhin alles Liebe, Glück und Zufriedenheit!

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  3. Holger says:

    @ Chrissy
    Bin gespannt, wie Dein Schatz unsere Liebesgeschichte findet.

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  4. Elke says:

    Hallo Ihr beiden,

    Ich habe eure Liebesgeschichte,
    Hochzeit und Comming Out etc gelesen..

    Wunderschön,romantisch und einfach süss..*lächel

    Ich wünsch Euch beiden weiterhin alles Liebe

    Herzlichen Gruss, Elke

    P.S. über Barbara (a su salud) bei euch gelandet:-)

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