Monatsarchiv: November, 2003

Umlaute in Domainnamen

25 Nov 2003
25. November 2003

Pressemitteilung des Denic vom 24.11.2003:

Ab 1. März 2004 kann schröder.de ins Internet
Frankfurt, Zürich, Salzburg, den 24. November 2004

Ab dem 1. März kommenden Jahres müssen die Müllers, Jägers oder Schröders in Deutschland nicht mehr auf Umschreibungen wie mueller.de, jaeger.de oder schroeder.de ausweichen, wenn sie ihren Familiennamen in der Internet-Domain verwenden wollen. DENIC, SWITCH und nic.at, die Registrierungsstellen für Domains in Deutschland, der Schweiz und Österreich, warten dann nämlich mit einer bedeutenden und praktischen Erweiterung für die Wahl möglicher Domains auf. Durch die Einführung des neuen Standards IDN (Internationalized Domain Name) sind dann nicht nur Umlaute erlaubt. Insgesamt 92 zusätzliche Buchstaben, vom französischen é bis zum dänischen ظ werden dann die Domains bereichern.

Die drei Registrierungsstellen planen gemeinsam die Möglichkeiten in der Schreibweise von Domains zu vervielfachen. Die Umstellung trägt zahlreichen Nutzerwünschen Rechnung, weil die heutige Regelung ausschließlich den Zeichensatz der englischen Sprache berücksichtigt und deshalb für andere Sprachen, die im Internet zunehmend wichtig werden, Einschränkungen mit sich bringt.

Namen wie im richtigen Leben
Wer heute eine Domain registrieren will, kann dazu die 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets, die Ziffern von 0 bis 9 sowie den Bindestrich einsetzen. In zahlreichen Fällen ? wie das Beispiel von Schröder, Müller oder Jäger zeigt ? genügen diese Zeichen allerdings nicht, um den Namen in seiner korrekten Form ins Internet zu übertragen. Um diese für viele Anwender unbefriedigende Situation zu verbessern, wird die Anzahl möglicher Zeichen nun um 92 für .de und .at sowie um 31 für .ch und .li erweitert. Nur auf das ß werden die deutschen Internetnutzer auch in Zukunft verzichten müssen. Nach den internationalen Regeln ist es mit der Umschreibung ss äquivalent. Die Domains straße.de und strasse.de könnten daher nicht voneinander unterschieden werden. Auf ihrer Webseite www.denic.de stellt die DENIC eine Aufstellung zur Verfügung, welche Buchstaben künftig in Domains erlaubt sein werden.

Kulturelle Identität und konsistentes Branding
Weil eine Domain, ähnlich wie ein Name, oft mit vielen Emotionen verbunden ist, kommt der beschlossenen Erweiterung eine zentrale Bedeutung zu. Mit der Einführung von IDNs kann fortan exakt der gewünschte Name registriert werden. Die Domain stellt daher künftig keinen kulturellen Bruch mehr dar und genießt höhere Akzeptanz, weil man nun alle üblichen Buchstaben der Landessprache verwenden kann. Zudem kann neu jede Marke online und offline gleich geschrieben werden, was wiederum ihre Wiedererkennung und damit letztlich ihren Wert steigert. Domainanmelder sollten bei aller Begeisterung über die neuen Möglichkeiten für Domains aber nicht vergessen, dass für IDNs die selben Spielregeln gelten wie für alle anderen .de-Domains auch. So ist es allein Sache des Anmelders sich zu vergewissern, dass er mit seiner Domain keine Rechte Dritter verletzt.

Start am 1. März
Ab dem 1. März 2004 stehen für die Registrierung sämtliche mit IDNs eingeführten Zeichen zur Verfügung. Vormerkungen für IDNs nimmt die DENIC jedoch nicht entgegen. Interessenten sollten sich mit ihrem Provider in Verbindung setzen, um sich dort beraten zu lassen, wie sie zu ihrer Wunschdomain kommen können. Zumindest in der Anfangszeit kann es bei der Verwendung von IDNs jedoch noch zu Schwierigkeiten kommen, da noch nicht alle Internet-Applikationen (z. B. Browser, Mail- und Chatprogramme, etc.) IDN-fähig sind. Die Hersteller bieten zum Teil bereits Plug-Ins an, die vom Anwender installiert werden müssen. Die Domain-Registrierungsstellen werden den Nutzern im Rahmen ihrer Möglichkeiten Hilfestellung leisten, können aber keine Gewähr für eine volle Funktionalität der Programme übernehmen, da sie nur dafür sorgen können, dass eine Nutzung technisch möglich ist.

Weitere Informationen finden Sie auf der DENIC-Webseite unter http://www.denic.de/de/domains/idns/index.html sowie im Mitgliederbereich unter https://member.secure.denic.de/de/betrieb/idn/index.html.

Ja, ich wohne auf dem Land

21 Nov 2003
21. November 2003

Aber damit hab ich nix zu tun

Ausgekühlt

21 Nov 2003
21. November 2003

Ein bisschen gefreut hatte ich mich ja schon, als ich hörte, dass Pam gestern in der Firma vorbei schauen wollte, auch wenn unsere “Beziehung” reichlich abgekühlt war. Ich hatte es halt auf die Schwangerschaft geschoben. Als sie dann aber gestern Nachmittag kam, war es immer noch sehr merkwürdig. Hab nur zufällig gesehen, dass sie schon da war, kein Besuch in meinem Büro, kein persönliches Wort an ihren ehemaligen “Lieblingskollegen” und Kuchen und Sekt gab’s auch erst ‘ne halbe Stunde nach meinem Feierabend. Egal, ich werd es verkraften.

Italian Job

19 Nov 2003
19. November 2003


Foto: Paramount Pictures

Kennt ihr dieses “Hey-da-war -ich-schon-mal-Gefühl” wenn Ihr Filme seht, die z.B. in Eurer Heimatstadt gedreht wurden und darin Straßen oder Gebäude vorkommen, durch die Ihr schon mal gegangen seid oder die ihr kennt?
So ging es uns Gestern. Wir haben im Kino Italian Job gesehen, der, wie der Name schon sagt, hauptsächlich in Los Angeles spielt. Nun ist L.A. nicht unsere Heimatstadt, aber wir waren vor kurzem dort und sahen im Film sehr viele Schauplätze, an denen wir auch waren, Straßenecken an denen wir gestanden haben und wo ich meinen Starbucks-Becher in den Mülleimer geworfen habe. Schon witzig. Übrigens: Ein sehr geiler Film!

XL Club

16 Nov 2003
16. November 2003

Da wir eine Minute vor zwölf da waren, kamen wir noch umsonst rein. Lediglich ein Euro für Garderobe war noch fällig. Aber wir hatten uns nicht genug Klamotten entledigt, denn oben war es dann so warm, dass wir schnell das Schwitzen anfingen. Einer der wenigen Gäste hatte deshalb, oder aus einem anderen Grund, schon fast gar nix mehr an. Ach ja, heute war Porn Night, was aber nicht der Ansporn für uns war den Club heute zum ersten mal zu besuchen. Warum man der Party heute diesen Namen gegeben hat, wissen wir nicht. Die entsprechenden Filmchen laufen sicherlich immer in den weitläufigen Dark Rooms, die hier Platin Room und Area 51 heißen. Schon witzig wie die Gäste in die eine Tür rein gingen und eine Minute später aus einer der anderen wieder heraus kamen. Dort war also auch nichts los, wovon wir uns neugierigerweise natürlich auch noch überzeugt hatten. Der leichtbekleidete Typ war mittlerweile auf der Tanzfläche und hatte die Hose in den Kniekehlen. Warum ein anderer vor ihm kniete weiß ich aber auch nicht. Um zwei gingen wir dann etwas gelangweilt wieder. Immerhin war die Afri Cola kostenlos. Der XL Club an sich ist sicher nicht schlecht, nur hat die Geburtstagsparty von Hinnerk wohl dafür gesorgt, dass hier heute nix los war und der DJ das die wenigen Gäste nicht lange blieben.

Lumpen

16 Nov 2003
16. November 2003

Das hatten wir uns so einfach vorgestellt. Samstag nach Hamburg und neu einkleiden. Was einen da aber geboten wird ist echt das Letzte, oder besser gesagt, Gelumpe. Was glaubt die Modeindustrie eigentlich, das Mann diesen Winter tragen soll? Grobmaschiger Strick in dem man den Eindruck macht, als sei man gerade eben aus den 70ern von einer Anti-Atomkraft-Demo entsprungen. Und das ganze für lockere 150,- Euro weil Joop, oder gar 350,- Euro weil D&G draufsteht. Letztere sind sowieso am geschäftstüchtigsten. Die nähen wahllos alles zusammen, was sie in die Finger bekommen, selbst Omas handgeklöppelte Tischdecke ist vor den Dolce und Gabana’s nicht sicher.

Bei Hosen sieht es nicht anders aus. Man nehme eine olle Jeans, schütte ein wenig Farbe drüber, fertig ist die Designer-Jeans, lachhaft. Es kommt einen vor als wissen die Mode-Manager nicht was sie fabrizieren sollen, denn es war halt alles schon mal da. Deshalb mixt man einfach und heraus kommt der “Edel-Lumpen”, der nicht nur nicht gut aussieht, sondern auch nicht bequem ist. Zu leiden hat darunter der Verbraucher, der sich eigentlich nur neu einkleiden wollte. Auch bei Wormland, wo wir sonst immer was gefunden haben, gingen wir ohne was zu kaufen wieder raus.

Und was gibt’s preiswertes bei H&M? Eigentlich nichts mehr, denn dort wo man früher 20,- Mark für’n Hemd ausgegeben hat was zugegebenermaßen nur eine Saison hält, musste ich gestern 29,95 Euro hinlegen. Für den Preis bekäme ich das auch eine Nummer besser woanders.

Wir haben also gestern nicht unseren Kleiderschrank wieder aufgefüllt, wie wir es vor hatten. Lediglich oben beschriebenes Hemd von H&M und ein wenig Unterwäsche landeten in den Einkaufstüten.

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