Monatsarchiv: August, 2003

tschöööö

31 Aug 2003
31. August 2003

Bye Pam

30 Aug 2003
30. August 2003

Kennengelernt haben wir uns in der Fachoberschule in Hamburg. Sie hatte zwei Zöpfe und irgendwas von Pippi. Sie trank viel und gerne Cola und ging zum Rauchen auch schon mal während der Stunde raus.

Nach der FOS wollten wir gemeinsam studieren: Mediendokumentation, um dann gut ausgebildet als Mediendokumentar bei einem großen Verlag oder Sender Karriere zu machen. Die zukünftigen Arbeitgeber selbst und unsere Profs sorgten aber dafür, dass uns diese Illusion schnell genommen wurde. Pam hielt es nicht so lange aus wie ich und hatte ziemlich schnell, genau genommen nach drei Monaten, einen Job in einer bekannten Hamburger Werbeagentur angenommen, der ihr keine Zeit mehr zum Studieren lies. Ich dagegen wartete drei Semester, bis ich mich exmatrikulieren ließ. Während Sie zur nächsten Agentur wechselte, arbeitete ich freiberuflich als WebDesigner.

Ab und zu hörten wir voneinander per eMail und tauschten ein paar Neuigkeiten aus der Branche aus. Getroffen haben wir uns seltener. Als ich in meiner jetzigen Firma anfing bekam, ich plötzlich von ihr eine dringende eMail, denn sie suchte nach einem neuen Job. Gut das wir gerade einen zweiten WebDesigner brauchten, denn somit waren wir kurze Zeit später Kollegen. Noch bevor sie ihren ersten Arbeitstag hatte, schleppte sie eine Menge Pflanzen bei uns an – die aus ihrem alten Büro.

Die Arbeit mit ihr war meistens ziemlich stressfrei, ja angenehm. Mittags gingen wir meistens gemeinsam eine Kartoffel mit Sourcreme oder einen Salat essen. Sie nannte mich “Spatzel”. Wir schauten uns gemeinsam Typen an die mir nach Chats schrieben… Als ich endlich Gunnar getroffen hatte freute sie sich für mich und ich tanzte mit ihm sogar auf ihrer Hochzeit.

Vor fast neun Monaten wurde Ihr großer Wunsch war, sie wurde schwanger. Sie war überglücklich und es gab kaum noch ein anderes Thema für sie. In dieser Zeit verloren wir uns irgendwie aus den Augen, obwohl wir nur ein paar Schritte voneinander entfernt arbeiten. Mittags aßen wir nicht mehr zusammen und eine kurze Zeit gingen wir uns sogar aus dem Weg. Ich weiß aber nicht, ob das was mit Ihrer Schwangerschaft zu tun hat. Die letzten Wochen wurden etwas es besser. Mittags gingen wir zwar immer noch getrennte Wege, aber ansonsten konnten wir zumindest wieder miteinander umgehen.

Jetzt wo sie nicht mehr da ist und für unbestimmte Zeit Babypause macht, ist da trotz allem eine große Lücke, die aber mit Mehr-Arbeit für mich gefüllt sein wird, denn es wird voraussichtlich keinen Ersatz für sie geben

Liebe Pam, Gunnar und ich wünschen Dir, Gino und dem Baby alles Gute.

Über Freundschaften

27 Aug 2003
27. August 2003

Ein Beitrag bei Micha hat auch mich mal wieder über meine jetzigen und ehemaligen Freunde und Freundschaften nachdenken lassen.

Ich grüble ab und zu über Menschen nach, die ich mal kannte, mit denen ich sehr gut oder noch besser befreundet war. Ich frage mich was sie jetzt wohl machen, wo sie jetzt wohnen oder mit wem sie jetzt zusammen sind. Je mehr ich das tue, komme ich zu dem Schluss, dass es keine ewige Freundschaft gibt, zumindest ist sie sehr selten.

Ich frage mich auch ob es Freundschaft ist, wenn man sich nur einmal im Jahr sieht, aber sonst keinen Kontakt hat außer vielleicht mal einer Mail, SMS oder ein flüchtiger Chat per ICQ? Ist es dann nicht nur ein Pflichtbesuch, ein Treffen auf dem man sich gar nicht viel zu sagen hat. Man lächelt, aber eigentlich will man nur weg. Man hat ein schlechtes Gewissen (“aber da war doch mal mehr…”).

Sein/ihr Name steht immer noch im Adressbuch und man traut sich nicht ihn zu löschen, deshalb ruft man einmal im Jahr zum Geburtstag an, schreibt vielleicht sogar eine Karte aus dem Urlaub, denn man hat ja auch eine bekommen… Schlechtes Gewissen? Vielleicht. Aber so sind wir Menschen.

Viele predigen immer vom Loslassen können und können es selber nicht. Im ersten Moment tut es sehr weh wenn man merkt, dass man einen Freund/Freundin verliert, insbesondere dann, wenn man es selbst nicht will, wenn es die Entscheidung des anderen ist. Ich möchte dann zwar gerne erfahren warum das so ist, denn vielleicht gibt es ja noch ein zurück, aber ist die Entscheidung gefallen sollte man sie akzeptieren.

Ich möchte hier nicht daran plädieren, gleichgültig gegenüber seinen Freunden zu sein, ganz im Gegenteil. Es ist wichtig um eine wirklich gute Freundschaft zu kämpfen. Manche Freundschaften gehen ja auch nur auseinander weil man sich nicht um einander gekümmert hat, ich denke aber, dass es oft keinen Sinn macht einen kalten Kaffee der schon lange steht immer und immer wieder aufzuwärmen. Er schmeckt dadurch nur noch bitterer. Wenn es vorbei ist, oder man sich auseinandergelebt hat, dann ist es vorbei.

Die Menschen ändern sich, die Interessen auch, die Lebensumstände sowieso. Und wenn ich irgendwann mal als alter Mann in meinem Schaukelstuhl sitze, denn werde ich feststellen, dass es mein ganzes Leben lang ein kommen und gehen war.

Und das es schön war so viele Menschen gekannt zu haben.

northerndelight.de jetzt mit Spamschutz

26 Aug 2003
26. August 2003

Ihr könnt jetzt wieder beruhigt Eure eMail-Adresse in den Kommentaren hinterlassen, sie wird ab sofort vollautomatisch versch(l)üsselt, so das sie nicht mehr von den bösen Harvestern [to harvest: ernten, abernten] aufgespürt und für SPAM genutzt werden kann.
Solltet Ihr zusätzlich zur Mail-Adresse auch noch eine URL angeben, wurde und wird die aber sowieso schon immer anstelle der Mail-Adresse angezeigt.

Handarbeit

26 Aug 2003
26. August 2003

Gestern ist nun die Entscheidung gefallen, wir nehmen kein Laptop mit in den Urlaub. Die Installation von Win 98 und von 3.11 scheiterte und ich hatte keine Lust noch lange an der Eingabeaufforderung rumzuprobieren. Ich bin ein Klickmensch und brauche eine Maus und ich brauche Ikons und Links. Mein Reisetagebuch werde ich also in Papierform verfassen und dann zuhause abtippen. Ich find das auch gar nicht so schlimm, denn so liest man es sich hinterher noch mal durch, erlebt Erlebtes noch einmal in der Fantasie nach und kann es eventuell noch ergänzen.

Den Nerv geraubt

24 Aug 2003
24. August 2003

Seit Wochen schon hakte und klemmte unsere DSL-Verbindung. Ihren Höhepunkt hatte das ganze in der letzten Woche als wir volle 26 Stunden kein Netz hatten (northerndelight.de berichtete).

Nachdem diese Störung von Hansenet zugegeben und beseitigt wurde, war aber trotzdem kein vernünftiges Surfen mehr möglich, denn die Seiten bauten sich, wenn überhaupt, nur sehr langsam auf. Meine Beschwerdemail blieb natürlich unbeantwortet, worauf Gunnar gestern noch einmal beim Support anrief. Die haben dann die Leitung durchgemessen und bis zum Modem verfolgt, konnten aber keinen Fehler feststellen. Sie meinten alles sei ok und der Fehler müsse auf unserer Seite liegen. Warum aber, wenn es vorher alles gut war, fragte ich mich, schaute mir aber trotzdem mal die Netzwerkeinstellungen an. Hier ist nicht viel einzustellen und mein semi-professionelles Auge meinte, alles bestens. Dann schaute ich noch mal die Einstellungen im Router an und fand unter den IP-Settings keinen Haken bei “Use Router As DHCP Server”. Auch wenn es bis vor kurzem nicht notwendig war, setzte ich hier mal den Haken, startete den Router neu und siehe da, es lief besser als je zuvor. Nun ja, da Konfigurationsmenü des Routers ist in Englisch und es mag sein, dass wir uns den ganzen Ärger hätten ersparen können, trotzdem ist unser ISP nicht wirklich das Gelbe vom Ei.

Nachdem das Netz also wieder lief, wollten wir nun den alten Laptop von Gunnar wieder flott machen. Dieser soll mir das Tagebuchschreiben im Urlaub ein wenig erleichtern. Das erste Problem war nur die Sprache. Nicht Englisch war hier diesmal das Problem, der alte Firmenrechner hatte nicht nur eine japanische Tastatur, sondern auch eine entsprechende Version von Win95 drauf. Jetzt musste also einfach nur eine neue, deutsche Version drauf.

Hier kamen wir zu Problem Nummero zwei: Es hat lediglich ein Diskettenlaufwerk, das externe CD-Rom war nicht mehr ausfindig zu machen. Aber welches Betriebssystem passt auf Disketten? Ah ja, Windows 3.11. Neun Disketten.

Dank Stefan war dies schnell zur Hand und wir kamen auch schon zu Problem drei: Wir formatierten den Laptop falsch, hatten jetzt eine ganz saubere Platte und benötigten eine Bootdiskette? Ich hatte eine von Win98 zuliegen, bekamen damit sogar eine Eingabeaufforderung und Gunnar konnte den Disk-Jockey machen. Leider fehlte Windows aber immer noch irgendwas und es startete nicht.
Weil wir auf Problem vier keinen Bock mehr hatten, ließen wir alle weiteren Aktionen (welche auch?) sein und hoffen, dass ich Montag in der Firma ein externes CD-Rom finde. Ansonsten schreibe ich im Urlaub halt mit ‘nem Kuli?

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