Monatsarchiv: Juni, 2003

Es werde Licht

30 Jun 2003
30. Juni 2003

Ein schöner Tag war gestern. Nein es war sogar ein schönes Wochenende also schnell noch mal einen Review (wie man neudeutsch sagt) auf den Samstag.

Nachdem ich um 6:00 Uhr aufgestanden bin, um noch in die Firma zu fahren, damit die Kollegen und Gäste für den zweiten unserer Segeltörns auch nett begrüßt werden und auch rechtzeitig in den Shuttle-Bus einsteigen, bin ich wieder zu meinem noch schlafenden Hasen zurückgeflogen.

Vorher hab ich natürlich noch den Wein (s.u.) von der Post geholt.
Nachdem der verstaut war gabs erst mal Frühstück. Danach wollten wir in die City zum einkaufen. Meine Digicam brauchte noch eine Tasche. Samstags in die Hamburger Innenstadt zu fahren ist eigentlich nie eine Freude, aber wir wurden überrascht. Trotz Jungfernstieg-Fest an der Binnen-Alster war es angenehm leer. Es gab kein Gedrängel, weder in den Läden noch auf der Straße und wir fühlten uns wie im Urlaub. Das war natürlich auch der Grund warum es so leer war: Ferienzeit.
Die Tasche für die Cam war auch schnell gefunden, hier und da noch ein paar Kleinigkeiten und dann noch durch die Budenstadt an der Alster. Ganz entspannt.

Und was war am Sonntag? Damit ich dem Titel dieses Beitrages auch gerecht werde, will ich von erneuten Umbaumaßnahmen am Puma berichten. Die kleine Wildkatze kann jetzt sogar bei Nebel gut kucken, denn gestern haben wir’s endlich geschaft, die Nebelscheinwerfer, die Gunnar von mir zu Weihnachten bekommen hat, auch mal einzubauen.

Das Schwierige war erst einmal die sichere Anbringung der Lampen, die zwar relativ klein, aber durch die Projektionslinsen auch ziemlich schwer sind. Das Problem hat Gunnar aber letztendlich sehr gut mit Winkeln aus dem Baumarkt gelöst.
Dann aber die Verkabelung…
Alles sollte natürlich so gemacht werden wie in der Anleitung beschrieben, damit der deutsche Tüv auch nix zu meckern hat. Der Schaltplan sah erst relativ kompliziert aus, wenn man sich aber nach und nach jedes einzelne Kabel vornimmt, dann lichtet sich der Nebel recht schnell. Will heißen, gemeinsam haben wir es super hinbekommen und es sieht sogar gut aus. Tagsüber sieht man die Lampen gar nicht, denn sie verstecken sich hinter den Renngittern in den Lufteinlassschlitzen des Spoilers.

Abends haben wir noch gemütlich auf dem Balkon gegrillt, den neuen Wein probiert und schon mal ein wenig Musik für unseren Amerika-Urlaub zusammengestellt.

Und was war heute Morgen? Nebel natürlich. Wie passend :-)

Schwere Fracht

28 Jun 2003
28. Juni 2003

Als ich heute morgen ein Paket für Gunnar bei Der Post abholte, ahnte ich zwar schon was da auf mich zu kam, aber so schwer hätte ich es dann doch nicht erwartet.
Gunnar war anfang der Woche in der Nähe von Stuttgart auf Geschäftsreise. Dort war er auch bei einer Veranstaltung in der Besenwirtschaft eines Winzers. Gunnar mochte den Wein wohl sehr und so hat er gleich ein wenig eingekauft. Da das bestellte bei weitem die Gewichtsbeschränkungen für Handgepäck bei der Lufthansa überschritten hätte, kam es eben per Post.

Als ich der Dame hinterm Schalter die Karte reichte, verschwand sie nach hinten und ich hörte nur ein schweres Stöhnen. Ohne Paket kam sie wieder nach vorne und meinte, sie schiebe es gleich durch die Tür, sie könne es nicht mal anheben.

Gewogen hab ich es nicht, aber es war wirklich sehr schwer. 18 Flaschen Wein und eine extrem stabile Versandverpackung. 30 Kilo waren das bestimmt.

Jetzt sind unsere Vorräte erstmal wieder aufgefüllt und ich freue mich schon auf das Entkorken.

Google it!

27 Jun 2003
27. Juni 2003

Hier eine Auswahl der Suchbegriffe, bei denen Google in den letzten Tagen auf diese Site verwiesen hat:

Schwimmbad, Handy, Spanner, Fotohandys, fluchen, Seide, Fotos, Arsch, französisch.

[ ...und Ihr bildet da jetzt mal einen ganzen Satz draus ;-) ]

Dimage S414

26 Jun 2003
26. Juni 2003

Sozusagen “just in time” tauschten die DC4800 und meine neue S414 Ihren Platz bei mir aus.
Heute verschickte ich meine alte Kodak an den glücklichen Auktionsgewinner und ebenfalls heute bekam ich meine neue Digicam von Minolta.

Schaut sie nicht gut aus?

s414.jpg

Nach dem Auspacken merkte man gleich den Unterschied zwischen der Minolta und der Kodak. Das Gehäuse ist aus gebürstetem Alu, beide Displays größer und der Monitor zeigt ein wunderbar scharfes Bild. Sie liegt wirklich gut in der Hand und fühlt sich ebenso an. Die S414 kann ziemlich viel, unter anderem bis zu 60s Video mit Ton aufzeichnen, Tonaufzeichnungen zu jedem Foto (falls man das Gesehene auch noch mal beschreiben will) und und und…

Wir probierten natürlich alles gleich mal aus, was die Akkus erstmal ans Limit brachte. Die Testaufnahmen waren gut und man merkt den Unterschied zur Kodak schon deutlich. Muss ja auch, denn technisch ist die Minolta auf dem neuesten Stand.

Ihr könnt Euch also bald auf neue, schärfere Fotos freuen, sind ja schließlich übernächstes Wochenende auf dem Kölner CSD.

Segeln mit Hindernissen

25 Jun 2003
25. Juni 2003

Wir haben es als großes V.I.P. Event anlässlich der Kieler Woche geplant und es wäre fasst ein Fiasko geworden.
An zwei Tagen sollten ausgewählte Kunden mit uns auf einem Großsegler auf der größten Segel-Veranstaltung der Welt mitfahren. Alles war perfekt bis ins kleinste Detail von einer Event-Agentur geplant und mit der “Anny von Hamburg” ein luxuriöser Drei-Mast Gaffelschoner gechartert.

Als letzte Woche die Kieler Woche begann und das Schiff anreiste, wurden die Papiere von der Wasserschutzpolizei besonders gründlich gelesen und bei deutscher Gründlichkeit natürlich ein Punkt gefunden der fehlte. Ergebnis war: der Segler darf mit zahlenden Gästen nicht in See stechen. Was nützt uns aber ein Segel-Event, wenn das Schiff im Hafen bleibt? Nichts, also musste Ersatz her. Für den gestrigen Dienstag hat die Agentur auch relativ schnell ein anderes Schiff gefunden. Die “Neerlandia”, nicht so luxuriös, aber immerhin frei und in der Lage zu segeln.

Nur der nächste Samstag war ein Problem. Wurde mir gestern noch ein Ersatzschiff angekündigt, so entpuppte sich das heute als Fahrgastschiff, auf dem sich außer uns noch 200 andere Gäste befinden werden. Eine andere Alternative war eine Bordparty auf der stillgelegten “Anny von Hamburg”. Hörbar betrübt war mein Ansprechpartner bei der Agentur als ich ihm sagte, dass das für uns keine Alternativen wären, er hatte die Suche aber aufgegeben.

Mein Chef und alle Beteiligten waren natürlich alles andere als begeistert. Wir schminkten es uns ab, in so kurzer Zeit noch ein Schiff in der gewünschten Größe zu bekommen und dachten über ein Ersatz-Programm nach. Schließlich ist Samstag ja auch noch Windjammerparade, da werden alle Schiffe ausgebucht sein. Absagen wollten wir nicht, denn einige Gäste werden auch von weither eingeflogen. Ich rief bei Stefan an und hatte nur die Mailbox dran. Stefan hätte vielleicht mit der “Kieler Hansekogge” aushelfen können, aber eigentlich sollte es ja ein Traditionssegler sein.

Im Internet fand ich dann noch einen anderen Charterer, der zudem auch noch in Kiel sitzt, rief ihn an und schilderte ihm unsere prekäre Lage. Wir verblieben so, dass er sich bemühen wollte und ich ein wenig warten würde. Kaum zehn Minuten später erhielt ich die freudige Nachricht, dass er die “Prince Hamlet” für uns aufgetan hat. Natürlich auch kein Luxus aber immerhin ist der Tag gerettet und die Stimmung hier im Hause wieder ok.

Im Universum

21 Jun 2003
21. Juni 2003

Heute war das erste Treffen von QueerDriver. Es ging nach Bremen ins Universum Science Center. Wie zu erwarten war fiel die Teilnehmerzahl recht klein aus: Gunnar und ich fuhren alleine hin.

Das machte aber nichts, denn im USC hätte man sowieso nicht auf jeden einzelnen eingehen können, viel zu interessant war das was gezeigt wurde: “Das Universum Science Center ist ein unvergleichlicher Ort, der uns spielerisch und mit viel Spaß teilhaben lässt an den Wundern unseres Lebens und der Welt um uns herum.”
So war es dann auch, wir durften uns diese Wunder nicht nur anschauen, sondern auch selber erleben, anfassen, mitmachen. Physik, Chemie, die Entstehung der Erde, des Lebens, der Zeit wurden in anschaulichen Experimenten erklärt. Aufgeteilt in drei Expeditionen: Mensch, Erde, Kosmos.

So haben wir z.B. wahrhaftig erfahren wie es sein muss, wenn die Erde plötzlich anfängt zu beben, wir unternahmen eine Zeitreise und wanderten mal eben so durch eine Gebärmutter (die mehr einer Chillout-Zone glich). Am interessantesten fand ich übrigens den Gang durch einen stockfinsteren Raum. Hier wurde uns auf beeindruckende Weise gezeigt, wie Blinde tagtäglich unsere Welt erleben. Denn was wir vorher nicht gesagt bekamen war, dass der Raum der Nachbau einer Wohnung, mit all seinen Einrichtungsgegenständen war. Eine Erfahrung die sehr spannend war.

Eines der Experimente habe ich übrigens mit den heimischen Photoshop-Möglichkeiten mal nachgestellt.

nicht verzweifeln, nochmal versuchen

Ca. drei Stunden verbrachten wir in dem Bau, der einem gestrandeten Ufo gleicht. Danach führen wir noch ein wenig in die Bremer City, die leider sehr überfüllt war. Nach ein wenig Shopping und einem zu dünnen Latte Macchiato traten wir wieder die Heimreise an.


Gunnar durch die Wärmekamera betrachtet.
Müsste da nicht viel mehr rot zu sehen sein???


Sind sie nicht süß, die fünf Bremer Stadtmusikanten?

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