Monatsarchiv: Februar, 2003

mal ganz subjektiv gesehen

26 Feb 2003
26. Februar 2003

ich lese sehr gerne weblogs, bzw. online-tagebücher. bei einigen hör ich aber auch ganz schnell wieder auf. nicht weil sie vielleicht langweilig wären, sondern weil mir der persönliche bezug fehlt.

nicht das ihr mich falsch versteht. ich muss nicht jeden persönlich kennen, will ich auch gar nicht, aber ich möchte zumindest ein paar informationen von den schreibern haben, wie z.b. ob es männchen oder weibchen ist, das alter wäre auch noch interessant, welchen job er oder sie hat und manchmal ist es echt kewl zu wissen ob man es mit einem schwulen, einer lesbe oder etwa mit einem hetero (solls ja geben) zu tun hat.

ich möchte mir einfach vorstellen können, von wem ich da lese, es macht die sache viel interessanter. einige dieser infos stehen sicherlich in den artikeln drin, doch wenn ich ein neues weblog auftue, will ich nicht erst das ganze archiv lesen um diese dinge möglicherweise zu erfahren.

warum viele so sehr zwischen ihrer (anonymen) web-identität und dem wahren leben unterscheiden, vermag ich nicht nachzuvollziehen. ich hab durchs web viele nette menschen kennengelernt und es blieb nicht bei der reinen web-freundschaft.

jeder hat natürlich das recht anonym zu bleiben wenn er es denn will, aber ist es denn so schlimm wenigstens ein paar technische daten zu nennen? muß ja nicht gleich name und anschrift sein.

amazing discoveries

25 Feb 2003
25. Februar 2003

ja ich weiß, alt aber immer wieder gut:

hallo, ich bin mike und ich begrüße sie alle zu einer neuen folge von amazing discoveries. heute haben wir einen gast extra aus england zu uns einfliegen lassen, john, und john hat uns etwas mitgebracht.

willkommen john!

danke mike.

was hast du mitgebracht, john?

nun mike, ich hab hier etwas ganz besonderes. etwas, worauf die ganze welt gewartet hat.

unglaublich, sag uns schnell was es ist…

ich hab hier ein weißes viereckiges material und ein stöckchen. sie werden sich jetzt fragen, “was ist das nun schon wieder?”

ja, wir sind schon ganz gespannt john. spann uns nicht länger auf die folter…

nun mike, wenn ich dieses stöckchen über das weiße material bewege, dann verfärbt sich dieses genau an jenen stellen, wo das stöckchen das weiße material berührt hat.

das ist ja unglaublich….

ja, aber das ist noch nicht alles mike. wenn ich mit dem stöckchen, das man übrigens einen bleistift nennt, einen buchstaben, so einen wie man ihn normalerweise auf seinen computerbildschirm sieht, auf das material zeichnet…

unglaublich, langsam begreife ich es. also wenn man mehrere buchstaben nebeneinander zeichnet, dann kann man sogar lesen, ohne einen bildschirm zu benötigen.

das ist tatsachlich so mike, du begreifst es. das material nennt man übrigens papier.

unglaublich. also wenn das keine amazing discovery ist… und man benötigt dafür Überhaupt keinen strom?

nein, nein mike, fantastisch, nicht? man braucht selbst keine batterien oder akkus.

junge, junge das ist ja unglaublich. ha john, du hast es zugeklappt. das kann ich mit meinem notebook auch.

nein mike, das ist anders, du kannst es so oft falten, wie du willst, bis es das gewünschte maß hat.

hey, du hörst ja gar nicht mehr auf zu falten und es wird immer kleiner und kleiner. jetzt passt es sogar in meine brieftasche. das ist ja unglaublich, jetzt kann ich es immer bei mir tragen. darf ich es mal festhalten?

aber natürlich mike. hier halt mal.

das ist ja unglaublich john, es wiegt beinah nichts.

das stimmt mike. es ist 100 mal leichter als das kleinste notebook.

kein akku, 100 mal leichter, unglaublich, ich träume.

nein, nein mike, du träumst nicht. ich kneif dir mal eben in den arm.

kleiner scherz mike… ha, ha, ha… schau ich entfalte es wieder und…

pass jetzt gut auf…

aber john, was tust du jetzt??? nein, das geht doch nicht du zerreist das papier in zwei teile.

dieses material ist so fantastisch, schau mike. ich halte die zwei teile aneinander und man kann es immer noch lesen.

unglaublich, das sollte man mal mit einer diskette probieren, ha ha ha.
aber was tust du jetzt? nein, tu’s nicht!!! nicht darauf herumtrampeln.

keine panik mike, schau mal…

unglaublich, und man kann es immer noch lesen! stellt euch vor leute, wenn ihr so auf euren monitor herumtrampeln wurdet… unglaublich, was für eine amazing discovery! aber sag mal john, wie lange kann man das papier
aufbewahren?

nun, viel länger als eine diskette oder eine festplatte, deren magnetische eigenschaften auf die dauer abnehmen.

unglaublich…

aber das ist noch nicht alles!

nee?

du kannst es überall hin mitnehmen, du kannst es sowohl bei hohen als auch bei niedrigen temperaturen benutzen. und wenn du es nicht mehr benötigst, kannst du noch immer deine nase damit putzen oder auf dem wc…., du
verstehst was ich meine, mike.

ja john, unglaublich… sag mal, aber das wurde bedeuten, dass wir eines tages überhaupt keine computer und notebooks mehr brauchen. also john, du hast mich voll überzeugt…

nun sagt mal leute, ist das nicht fantastisch???

plötzlich da

24 Feb 2003
24. Februar 2003

da die website von mp3-store.de übers wochenende nicht erreichbar waren und auch emails nicht ankamen, dachte ich schon die per vorrauskasse bezahlte kohle für meinen ejay cebop lax (gegen lästige sms-knibbser/innen), könnte ich abschreiben.
aber nix da. heute war die site wieder da und kurze zeit später brachte mir die post den mp3-player. das war dann doch sehr flott.

übrigens einen echt kewlen und stylischen player als alternative für winamp gibts bei www.ejay.de auch. einfach mal unter ‘software’ schauen und runterladen.

klo-gespräche

21 Feb 2003
21. Februar 2003

kommt euch diese situation bekannt vor:

ihr geht in der firma zur toilette und trefft dort einen kollegen (die damen treffen natürlich eine kollegin!).
einen kollegen, den ihr auf dem flur und im büro immer freundlich grüßt. auf dem klo aber peinliches schweigen. keiner weiß was er zum anderen sagen soll. hallo oder guten morgen hatte man an anderem ort schon gesagt, hier aber herrscht betretene stille. was sagt man dem kollegen, wenn man sich zu ihm zum pinkeln stellt.

nun, letzteres tu ich eh nicht, ganz wie im film ‘trick’ bin ich auch ein weinig gehemmt und kann/will nicht wenn man mir dabei zukuckt, bzw. die möglichkeit dazu bestünde. deshalb verziehe ich mich meist hinter die tür und verrichte dort diskret das, was ich zu verrichten habe.

einen stört dies übrigens nicht. er sucht selbst an diesem ort das gespräch. mein bürokollege spricht mich auch durch die wand an, selbst wenn er nur vermutet das ich das bin.

ich möchte mich auf der toilette aber nicht unterhalten.

sms-knibbserinnen

18 Feb 2003
18. Februar 2003

sms’ werden ja anscheinend nur von frauen geschrieben. zumindest sehe ich keine männer die auf ihrem handy rumhacken – oder höre ich sie nur einfach nicht dabei? umso mehr sumsen, simsen oder was auch immer die frauen oder besser gesagt junge frauen, meist blond oder mit doofen strähnen und immer mit immens langen fingernägeln. da man damit die kleinen tasten eigentlich nicht bedienen kann, wird meistens mit der daumenaussenseite getippt. dabei entsteht dann dieses fiese knibbsen, wenn der nagel die anderen tasten berührt. jedes Mal bekomme ich einen schauer, denn ich denke gleich bricht er ab und dann gibt?s ein noch fieseres geräusch.
diese mädels haben auch noch nie was von t9 gehört (oder verstehen es einfach nicht), das intelligente wörterbuch das in fasst jedem handy drin ist und welches meistens die worte erkennt, so dass man jede taste pro buchstabe nur einmal drücken muss. nein sie tippen lieber jede taste ein- bis viermal und wenn sie sich verschrieben haben auch gerne 20 mal pro buchstabe. das ganze in einem tempo, dass einem schwindelig wird. mir allerdings wird schon vom hinhören übel.

leider sitzen diese mädels meistens in der bahn direkt neben mir oder mir gegenüber. leider finden sie auch sehr oft tastentöne toll und schalte sie natürlich nicht ab. tasten die eigentlich ganz stumm ihren dienst verrichten, wird damit ein elektronisches klick untergejubelt. super. nicht nur knibb, jetzt auch noch klick. das tötet mir nun jeden nerv.

sie schreiben auch nie nur eine sms, denn die antwort kommt ja sofort, weil auf der anderen seite auch eine ganz schnelle knibbserin sitzt, die ihre mitmenschen damit nervt. also wird geantwortet, oder gechattet oder allen anderen hundert freundinnen von ihrem letzten date mit dem süssen kerl in den skaterklamotten berichtet.

ich bin fies und gemein, ich weis, aber mich bringen diese geräusche zur weißglut. ich denke ich werde mir demnächst in der bahn kopfhörer aufsetzen, die musik voll aufdrehen und damit alle anderen nerven… selber schuld!

es ist vollbracht

17 Feb 2003
17. Februar 2003

nach ca. 6 wochen arbeit mit neuer software, mit neuen anforderungen und auch ein wenig mit neuem teamgeist (auch wenn sich dieser nur auf zwei personen bezieht) haben wir heute unser neues magazin fertig gestellt. es ist zwar schon das zweite dieser art, aber diesmal allein in der regie meiner kollegin und mir entstanden, wobei die aufgabenteilung klar war: chef- und textredaktion pam, satz, layout und bildredaktion /me. auch wenn es teilweise recht stressig war, hat es spaß gemacht die zwanzig seiten zu füllen.

heute ging die satzdatei, nach einigen problemen mit meinem dafür völlig unterdimensionierten firmenrechner, an die druckerei. der preflight (der test der datei) war ok, also sollten unsere kunden, wenn nichts dazwischen kommt, das heft in eineinhalb wochen druckfrisch in den händen halten.

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