sylt – der tag danach

16 Sep 2002
16. September 2002

*14./15.09.2002*

list, kampen, westerland, wenningstedt, rantum, keitum, hörnum, morsum und noch ein paar andere orte mit einem “um” hintendran. überall dort waren wir am letzten wochenende. das ist auch nicht schwierig, denn sie liegen alle auf sylt und mit einem schicken peugeot 206 cc haben wir sie alle besucht. das wochenende in meinem derzeitigen traumwagen hat gunnar mir zu unserem einjährigen geschenkt, die entscheidung für sylt haben wir gemeinsam getroffen.

den wagen haben wir schon am freitag von der autovermietung abgeholt und natürlich konnte ich es nicht lassen, sofort das dach aufzuklappen und die stereoanlage auf so-laut-dass-es-auch-alle-anderen-hören zu drehen.
dann gings aber erst mal ab nach hause.

am nächsten tag mussten wir schon um 5:00 uhr früh aus dem bett steigen, da wir ja um spätestens 9:20 uhr in dänemark bei der fähre sein wollten. das stück autobahn bis dk fuhren wir noch geschlossen, aber dann:
jacken an, dach auf, heizung auf volle pulle. wozu hat man denn ein cabrio wenn man es nicht offen fährt?
nach ein paar kilometern flog erst mal gunnar’s kappe in hohem bogen vom kopf. man darf ihn halt nicht zu hoch über die windschutzscheibe strecken.



natürlich kamen wir viel zu früh im hafen von havneby an, was uns aber einen platz in der ersten wartereihe sicherte. als erster aufs schiff rauf, heißt auch als erster wieder runter. als die fähre mit leichter verspätung anlegte klappten wir, nicht ohne dabei von neugierigen blicken beobachtet zu werden, das dach wieder zu. es ist halt schon etwas spektakulärer als wenn man ein stoff-verdeck hat. da öffnen und schließen sich klappen, da surren motoren und da grinsen zwei hasen im inneren des wagens.



kurz vor 11:00 uhr legte die fähre im lister hafen auf sylt an. wir steuerten dann erst mal unsere pension in westerland an. es war eine schwule pension. ich hab sie im internet gefunden und dachte es wäre ja mal ganz nett so unter sich zu sein.
mittlerweile überlege ich mir warum eigentlich. ich war in spanien schon mal in einem schwulen hotel und irgendwie ist es immer das gleiche: mann wird zwar recht persönlich begrüßt und es gibt in der regel keine lärmenden kinder, dafür wird man aber erst mal von allen anderen besuchern begafft. du merkst sofort wo du bist. szene halt. ansonsten bekommt man das geboten, was man auch in allen anderen hotels bekommt. ein zimmer. mal gut, mal schlecht.



nachdem wir unsere sachen im zimmer verstaut hatten, erkundeten wir die insel. von oben bis unten und wieder zurück. es ist echt schön dort. da wir uns nicht mehr in der hauptsaison befanden, waren viele strände auch ohne eintritt zugänglich und strände hat sylt unendlich viele. kilometerlang und sehr gepflegt. da die brandung überall sehr stark war, was bei uns auch den eindruck erweckte, dass das wasser relativ kalt sein musste, ließen wir die badehosen eingepackt und uns auch. es blies ein kräftiger wind. gegen abend fanden wir einen wunderschönen strand am sogenannten ellenbogen. hier setzten wir uns in einen strandkorb und warteten auf den sonnenuntergang.
windgeschützt und kuschelig warm war es da drin. erschöpft vom tag machten wir die augen zu und hörten nur noch das meer rauschen. gunnar schlief dabei sogar kurz ein.



am nächsten tag, waren wir nur im östlichen und nördlichen teil von sylt unterwegs. wir fuhren durch die malerischen straßen von keitum, wanderten zum morsumer kliff und kehrten anschließend im wunderschönen landhaus nösse zu kaffee, heißer schokolade und kuchen ein. danach ging es weiter nach kampen leuchttürme fotografieren. kein problem die auch zu finden, wenn man einen ehemaligen pfadfinder an der seite hat.



wir haben echt viel gesehen an diesen zwei tagen und hatten traumhaftes wetter, was will man mehr. es ist schön so etwas zu erleben, zusammen mit dem menschen den man liebt. danke mein hase, für dieses wunderbare wochenende.

3 Antworten
  1. Sven says:

    Schön, daß der Kurzurlaub so gut verlaufen ist. Vielleicht bekommt das Plenum ja auch Badephotos zu sehen. ;-)

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  2. holger says:

    wenn die sonne auch die ganze zeit schien, so hatten wir ständig eine steife brise um die ohren, so dass wir annehmen mussten, am strand nur in badehosen zu erfrieren.

    solche bilder gibt es also nicht. aber andere…

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  3. Smin says:

    vielleicht lag die steife brise auch an Eurer Reisegeschwindigkeit, man muß ja annehmen, dass ihr gar nicht angehalten seit.

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