weihnachten kann so schön sein
aus einigen einträgen in diesem “tagebuch”, könnt ihr ja entnehmen, dass ich kein so wahnsinniger weihnachtsliebhaber bin. nun hat es mich aber irgendwann doch erwischt, dieses fieber der glückseligkeit und so hab ich mir dann überlegt, da es sich ja eigentlich doch ganz nett anfühlt, was ich anstellen muß, damit das so bleibt und mir nicht wieder genommen wird.
also feierte ich weihnachten diesmal nur mit meinen freunden. die familie blieb außen vor, wurde zwar mit den üblichen anrufen bedacht und ich gestehe, am ersten weihnachtstag war ich auch kurz bei meiner ma essen, aber sonst…
hier also nun holli’s weihnachtsgeschichte
freitag war mein letzter arbeitstag. zwei wochen muß ich da nicht mehr hin. das war und ist auch bitter nötig, denn die letzten wochen waren beruflich doch sehr anstrengend und nervig. freitag abend holte ich axel vom hauptbahnhof ab und wir gingen dann erstmal auf einen plausch und zwei glühwein ins “bistro d’ artistes”. dort wurde ich von axel erst einmal mit wirklich ganz lieben geschenken überhäuft.
zuhause angekommen, lag mein langangekündigter gewinn von pro-fun auf dem tisch, das “trick”-video. ich hab den film ja schon im kino gesehen, aber jetzt nach eineinhalb jahren war die story immer noch richtig niedlich.
am samstag war erstmal ausschlafen und dann einkaufen angesagt. am abend hatte ich zur feuerzangenbowle geladen. olli, fränzi, julia und stefan aus kiel, nils und miriam von umme ecke und michael, derzeit aus oslo, trudelten ein. die feuerzangenbowle, bestehend aus insgesamt einem liter o-saft [fangen wir mal sanft an], fünf flaschen rotwein, eineinhalb flaschen rum und zwei zuckerhüten, hatte mühe für uns alle zu reichen, aber nils hatte ja noch ein twelve-pack holsten dabei.
also ich muß sagen das war richtig schön, ich hab wirklich liebe freunde.
irgendwann am abend kam dann auch noch ein star-gast. falko, mein ex-mitbewohner und ex-bester-freund und jetzt karrierist, wollte seine ski abholen, die noch bei mir lagerten und so platzte er dann in unsere party rein. er ging dann auch schnell wieder, denn ihm wurde es sichtlich unangenehm und sicherlich auch langweilig.
sonntag, am heiligen abend, ging es dann zu astrid. neben champagner, hummersuppe, lachs-tortellini, surimi mit kaviar-creme und mousse au chocolat an williams-birne gab es auch noch reichlich roten. eigentlich wollten axel, astrid und ich nach dem essen noch schwul ausgehen, aber im reden verflog so die zeit, dass es plötzlich fünf uhr morgens war und wir nach hause fuhren, denn axel mußte um halb eins schon wieder arbeiten, und zwar in bremen!
dann kam der erste weihnachtstag. mittags kurz bei muttern und abends mit stefan aus kiel im kino. julia hatte frauenabend, wir gaben uns “mac-farmer”, popcorn, m&ms und “meine braut, ihr vater und ich”. echt böse der film.
am zweiten weihnachtstag war dann endlich erstmal ausschlafen angesagt. das war auch nötig. abends traf ich mich dann noch mit astrid gemeinsam bei stefan. so klang das fest der feste aus und ich muß sagen, es war schön wie lange nicht mehr.
und so nebenbei erwähnt, macht sich bei mir schon seit fast zwei wochen ein kribbeln im bauch breit, wenn ich nur meine mailbox öffne, oder das telefon klingelt…

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